(Screenshot: Instagram)

Schweiz

Schurter muss wegen Nacktbild mit Verweis rechnen

Nino Schurter muss nach einem Bild mit entblösstem Hintern vor Donald Trumps Amtssitz mit einem Militär-Verweis rechnen. Er war als Sportsoldat unterwegs.

Der 33-jährige Bündner leistete an dem Tag Anfang Monat einen Diensttag und erhielt Sold sowie Erwerbsersatz, als er zusammen mit drei Teambegleitern vor dem Weissen Haus mit heruntergelassenen Hosen posierte und das Bild später auf Instagram veröffentlichte, wie Armeesprecher Daniel Reist gegenüber den Tamedia-Zeitungen vom Freitag erklärte.

Schurters Kommandant werde diese Sache verhältnismässig und disziplinarisch erledigen, erklärte Reist demnach. Eine mögliche Sanktion für den Schweizer Sportler des Jahres 2018 sei ein Verweis. Wie bestraft wird, liege im Ermessen des Kommandanten und sei nicht öffentlich.

Die Armee verteidigt den achtfachen Weltmeister und dreifachen Olympia-Medaillengewinner. Dieser sei seit Jahren Vorzeigeathlet und Vorbild, sagte Reist weiter. Schurter habe als Spitzensportsoldat und Zeitmilitär-Spitzensportler zwar viel von der Armee und vom Bundesamt für Sport erhalten. Dafür aber auch bei unzähligen Gelegenheiten sehr viel fürs Image der Armee und der Schweiz gemeinhin getan. Der Vorfall in Washington sei Schurters erster und einziger Ausrutscher. Dieser habe ihn gegenüber seinem Kommandanten sofort bedauert, sagte Reist.

«Nicht viel übrig für aktuelle Führung»

Schurter war Anfang Monat mit seinen Teamkollegen Florian Vogel und Lars Forster sowie Mechaniker Kurt Gross auf der Durchreise vom WM-Ort im kanadischen Mont-Sainte-Anne zum Weltcup-Finale in West Virgina, als die Gruppe auch in Washington halt machte. Schurter veröffentlichte auf Instagram ein Bild, das die Vier von hinten mit heruntergelassenen Hosen vor dem Weissen Haus zeigt. Dazu schrieb Schurter «Weisse Hintern für das Weisse Haus» und markierte Donald Trump persönlich. Später löschte Schurter das Bild wieder von seinem Instagram-Profil.

«Das Foto entstand ganz spontan», erklärte Schurter dem «Blick» nach der Aktion.«Amerika ist ein wunderschönes Land, und ich bereise es sehr gerne. Aber für die aktuelle Führung habe ich nicht viel übrig.»

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