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Der Telebasel News Beitrag vom 19. September 2019

Basel

«Wenn nötig, werden wir den Flughafen bodigen»

Regierungsrat Thomas Weber und EAP-Verwaltungsrat Raymond Cron stehen Rede und Antwort. Sie stellen sich den wütenden Allschwilern.

Lange haben sie auf diesen Moment gewartet. Seit Jahren hat sich der Ärger über den Fluglärm bei den Allschwiler und Binninger Bürgern angestaut. Am Mittwoch Abend konnten sie ihrem Ärger endlich Luft machen. Der für das Dossier verantwortliche Regierungsrat Thomas Weber und der Verwaltungsrat des Euro Airports Raymond Cron nahmen die Einladung des Schutzverbandes der Bevölkerung um den Flughafen Basel-Mühlhausen an und stellten sich im Allschwiler Restaurant Jägerstübli den Fragen und Vorwürfen der Bürger.

Weber halte sich nicht an seine Versprechen

Den beiden wurde wenig Sympathie entgegengebracht. Immerhin macht die Mehrheit der anwesenden Lärmbelästigten die beiden für ihre Situation verantwortlich. Die Anwohner leiden unter dem ständig anwachsendem Fluglärm. Dass sich dieser tatsächlich verschlimmert hat, das hat auch der Euro Airport im August zugegeben. Das neue satellitengestützte Startverfahren am Flughafen Basel-Mühlhausen hat Allschwil überraschend mehr Lärm beschert, weil mehr Flugzeuge weiter südlich flogen, und somit direkt über die Köpfe der Allschwiler.

Immer wieder würden Weber und Cron Versprechungen machen und sich dann nicht daran halten. «Wir werden, wenn es nötig ist, auch den Flughafen Basel bodigen, wenn nichts passiert!», empört sich ein Anwohner. Weber und Cron versuchen zu beschwichtigen. Nicht alles liege in ihren Händen. Zu gross sei der Einfluss der Franzosen.

Zusammenarbeit mit Frankreich macht alles kompliziert

«Der EAP ist ein kompliziertes Gebilde, das sich an Verfahren, die festgeschrieben sind in Frankreich und der Schweiz, halten muss. Das braucht Zeit», erklärt Raymond Cron. Er habe Verständnis dafür, dass die Anwohner keine Geduld mehr haben. Er müsse sich jedoch peinlich genau an die Vorschriften und Verfahren halten, damit die Ziele in Zusammenarbeit mit Frankreich erreicht werden können.

Die Bürger fühlen sich nicht ernst genommen. Von den umliegenden Flughäfen hat Basel am längsten geöffnet. Eine Nachtflugsperre gibt es von Mitternacht bis fünf Uhr morgens. Die Anwohner wollen diese Nachtflugsperre von 23 bis sechs Uhr morgens ausweiten. Weber zeigt sich in diesem Anliegen nicht sehr kooperativ: «Wir müssen ein Gleichgewicht zwischen Lärm- und Mobilitätsinteresse finden», so der Regierungsrat.

Dennoch habe der Abend etwas bei ihm bewirkt: «Ich kann auch nicht hexen, aber der Abend hat mir bestätigt, dass ich mich mehr für die Leute einsetzen muss als in der Vergangenheit.»

1 Kommentar

  1. Alle wollen reisen aber keiner will etwas dafür ertragen .sollen die Franzosen den Vertrag auflösen . Und die Schweizer kein Zugang mehr haben alle nach Zürich .dann reklamieren auch dort alles soll über Deutschland . Alles wollen überall mit essen aber die anderen sollten alles machen . Typisch Schweiz. Dir Größten auf der Welt mit den AmisReport

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In aller Kürze:

Regierungsrat Thomas Weber und Verwaltungsrat des EAPs Raymond Cron stehen Rede und Antwort. Die EAP Anwohner konfrontieren beide direkt mit ihren Vorwürfen.