Lukas Spichiger wünscht sich eine FCB-Strasse in Basel. (Illustration: Telebasel)

Basel

Viel mehr als ein gewöhnlicher FCB-Fan

Braucht es eine FCB-Strasse in Basel? Wenn es nach einem 17-jährigen Fan geht, dann ja. Er hat eine Petition lanciert.

Lukas Spichiger ist 17-jährig und wohnt im solothurnischen Biberist. Er macht eine Lehre als Verkäufer und ist FCB-Fan. In seiner Freizeit fährt der Teenager wenn immer möglich ans Rheinknie: «Ich habe eine Saisonkarte und bin häufig im Joggeli», sagt er.

(Video: zVg) 

Ihm gefällt die Stadt sehr. Er geht auch gerne Shoppen oder was Trinken, wenn er die Möglichkeit dazu hat. Eigentlich stört ihn an Basel nur etwas: «Ich finde, Basel müsste eine eigene FCB-Strasse haben.»

Nicht die erste Petition

Darum hat der 17-Jährige jetzt eine Petition lanciert, damit sich dies ändert. Seinen Antrag richtet der Teenager direkt an Hans-Peter Wessels. «Nein, bis jetzt habe ich noch mit niemandem vom Kanton Kontakt gehabt», sagt Spichiger auf Anfrage von Telebasel. Er wünscht sich, dass das Strassenschild in Stadion-Nähe angebracht würde – «notfalls auch in Muttenz».

Baudirektor Wessels spielt den Ball aber gleich weiter an Kollege Baschi Dürr, denn für die Benennung von Strassen und Plätzen sei das Justiz- und Sicherheitsdepartement zuständig.

Regierungsrat Baschi Dürr zeigt auf Anfrage grundsätzlich Verständnis für das Anliegen Spichigers: «Die Petition für eine FC-Basel-Strasse ist natürlich für jeden Fussballbegeisterten ein sympathisches Anliegen. Der Regierungsrat wird es nach der Einreichung der Petition prüfen und eine Antwort geben.»

Dass eine FCB-Strasse tatsächlich Chancen hat, scheint Dürr jedoch zu bezweifeln, denn: «Wir haben bei uns den Grundsatz, dass Strassen oder Plätze nicht nach lebenden Personen oder Firmen benannt werden.»

Zukunft im Fan-Shop?

Es ist nicht die erste Petition, die der Minderjährige einreicht. So hat er sich im Sommer beispielsweise für die Rettung des Phantom-Kaimans stark gemacht. Ziel der aktuellen Petition sind 1000 Unterschriften.

«Ich lanciere Petitionen, weil ich es wichtig finde, dass man sich für Anliegen einsetzt», sagt der BDP-Jungpolitiker zu seiner Motivation. Er kann es auch kaum erwarten, wenn er im nächsten Jahr erstmals richtig abstimmen kann. «Im April werde ich endlich 18», sagt er.

Und auch eine berufliche Zukunft in Basel schliesst er nicht aus. Jedenfalls könnte er es sich gut vorstellen, im FCB-Fanshop zu arbeiten: «Wenn ich meine Lehre fertig habe und ein Job-Angebot käme, dann sehr gerne.»

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