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Telebasel traf Roger Federer in Genf zum Interview. (Video: Telebasel)

Schweiz

«Langsam spürt man das Kribbeln»

Die Stars des Laver Cup wurden am Mittwoch in Genf offiziell willkommen geheissen. Roger Federer blickt voraus auf das dreitätige Turnier.

Hunderte Fans pilgerten heute zum Palais Eynard, gleich neben der Universität in Genf. Die Tennis-Stars des Laver Cups machten ihre Aufwartung und wurden offiziell willkommen geheissen. Angeführt von den beiden Team-Kapitänen und Legenden Björn Borg und John McEnroe.

Das Kribbeln beginnt

Die Vorfreude bei den Fans und auch bei den Spielern auf den Event ist riesig. «Langsam spürt man das Kribbeln. Die Spieler sind endlich da. Man sieht auch den Gegner zum ersten Mal. Jetzt wird zusammen trainiert, gegessen und sich taktisch auf die Partien vorbereitet. Es ist ein unglaubliches Gefühl», sagt Roger Federer.

Generell ist der Laver Cup mal was Anderes. Eine Abwechslung zum Tour-Alltag der Stars. Das leben diese voll aus. «Wir sind vom Typ her ganz anders als das «Team World». Die gehen ab wie ein Zäpfchen an der Seitenlinie. Die rennen auf den Platz. Klatschen sich ab. Es ist eine spezielle Atmosphäre», meint Federer weiter.

Eine klare Sache?

Roger Federer, Rafael Nadal oder Alexander Zverev. Das sind nur drei klingende Namen von insgesamt 14 Spielern, die sich ab Freitag in der Palexpo Halle messen werden. In den bisherigen beiden Austragungen des Laver Cups konnte stets das «Team Europe» um Roger Federer den Kübel in die Höhe stemmen. Und auch in Genf ist das «Team Europe» klar zu favorisieren. Fünf der sieben Spieler rangieren zurzeit in der Top Ten des Welttennis, während der beste Spieler bei «Team World» mit John Isner «nur» auf Rang 20 der Weltrangliste steht.

Auf dem Papier eine klare Sache. Auch weil die Europäer mit Roger Federer in der Schweiz absoluten Heimvorteil geniessen. Aber ist es das auch? «Wir sind sicher die Favoriten. Ihre grosse Stärke ist aber, dass sie super Doppelspieler haben. Unglaubliche Aufschläger. Und wir spielen in der Halle. Das hat immer seine eigenen Gesetze. Und auch das System mit dem Super-Tiebreak im dritten Satz macht alles sehr eng. Auch wenn wir aussehen wie die grossen Favoriten, wird es wieder eine knappe Angelegenheit. Wie immer», so die Einschätzung des Baselbieters.

Eine Frage der Ehre

Dass es keine ATP-Punkte für die Spiele gibt, könnte eigentlich ein Hindernis darstellen, die Grossen des Sports für den Wettbewerb zu gewinnen. Dem ist aber nicht so. Um das ginge es auch nicht im Endeffekt: «Es sind ja nur 14 Spieler dabei. Der Rest der Tour kann ja nicht mitmachen. Das wäre unfair. Es geht am Laver Cup um die Ehre. Für seinen Kontinent zu spielen. Man kommt zurück zum Ursprung: Wir spielen Tennis, weil wir es gern machen», sagt Federer.

Einen Favoriten als Gegner hat der Schweizer nicht. Im Gegenteil: «Es sind alle sehr stark. Sehr unangenehm in der Halle. Ich spiele eigentlich gerne gegen grosse Aufschläger – irgendwie. Trotzdem ist es sehr schwierig. Ob nun gegen Nick Kyrgios oder John Isner. Das ist eine grosse Herausforderung», so Federer.

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