Reform beim RFV: Der Basler Pop-Preis wird erst 2020 wieder verliehen – ab dann alle zwei Jahre. (Bild: Nik Buergin/RFV)

Basel

Basler Pop-Preis wird nur noch alle zwei Jahre verliehen

Der Basler Pop-Preis fällt heuer aus. Die neue Leitung des RFV will ihn 2020 mit einem neuen Konzept wieder verleihen, künftig zweijährlich.

Statt der Verleihung des Basler Pop-Preises wird der Rockförderverein (RFV), wie die Trägerschaft der Auszeichnung heisst, am 13. November sein 25-Jahr-Jubiläum feiern. Für den diesjährigen, elften Basler Pop-Preis hatte der RFV bereits im Frühjahr das November-Datum reserviert.

Nun bleibt das Datum, ändert aber der Anlass, wie der RFV am Mittwoch mitteilte: Der Preis wird vertagt; dafür feiert sich der Verein selber. Genauer wolle man diesmal gleich die hochstehende gesamte Popszene der Region feiern.

Kein Preis, aber trotzdem viel Musik

Der klangvolle Anlass – «keine steife Feier» – nutzt dieselbe Bühne wie bei der letzten Preisverleihung: die Fahrbar im Walzwerk in Münchenstein. Vorgesehen seien neben kurzen Liveauftritten auch Rück- und Ausblicke. Seit der Gründung im Mai 1994 dürfte eine abendfüllende Palette an Anekdoten zusammengekommen sein.

Zuletzt war der Basler Pop-Preis mit 15’000 Franken dotiert. Daneben beliefen sich der Förderpreis für den Business-Support für regionale Musik-KMU auf 24’000 Franken und der Anerkennungspreis auf 5000 Franken. Der Pop-Preis unterstützt seit 2009 Musikerinnen und Musiker auf ihrem Weg auf den nationalen oder internationalen Markt.

Auf Kritik hören

Dazu hat der RFV einen Auftrag der beiden Basel; für seine diversen Leistungen bekommt er jährlich insgesamt 610’000 Franken. Diese Summe sei trotz laufend ausgebautem Angebot seit 2011 unverändert, moniert der Verein – im vergangenen Jahr schloss seine Erfolgsrechnung mit gut 29’000 Franken Verlust.

Der Pop-Preis ist aber nicht Geschichte, sondern soll eine neue Zukunft bekommen. Nach der zehnten Verleihung hatte die RFV-Geschäftsstelle Feedbacks gesammelt und neben viel Lob auch einige Kritik zu hören bekommen: schwammige Vergabekriterien, intransparentes Nominierungsverfahren, zu viele Wiederholungen nominierter Bands, kein Preisgeld für den Publikumspreis.

Unter dem seit Jahresbeginn amtierenden neuen Geschäftsleiter Alain Schnetz beschloss der Verein nun, das Konzept zu überarbeiten und den Pop-Preis im November 2020 neu zu lancieren. Ab dann werde die Auszeichnung neu alle zwei Jahre verliehen, wie der RFV mitteilt. Auf der RFV-Homepage werden «einige Neuerungen» in Aussicht gestellt, die indes erst im nächsten Jahr bekannt gegeben würden.

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