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Basel

«Die Finalrunde ist der grösste Seich»

Die Diskussion über eine 12er-Liga und die Wiedereinführung der Auf- und Abstiegsrunde spaltet die Fussball-Nation. Auch in FCB Total wurde heiss debattiert.

Macht die Einführung einer 12er-Liga sinn? Oder sogar die Wiedereinführung der Final- und Abstiegsrunde im Schweizer Fussball? Der Schweizer Fussballverband prüft diese Möglichkeiten momentan intensiv. Man will die Liga wieder attraktiver machen, so die Begründung. Doch ist eine Modus-Änderung das richtige Mittel? Die Fussball-Nation ist bei dieser Frage gespalten.

Auf Kosten des Nachwuchs

In der Diskussionsrunde von FCB Total löst das Thema ebenfalls Emotionen aus. «Ich habe zu meiner Zeit Finalrunden gespielt. Nach vielen Jahren hat man dann gesagt, dass sei der grösste Seich. Das schaffen wir ab. Ich sehe nicht ein, was nun plötzlich wieder gut daran sein soll», sagt FCB-Legende Erni Maissen.

Das Hauptproblem: Der Nachwuchs würde bei diesem System aussen vor gelassen. Was kaum im Sinne des Schweizers Fussballs wäre. Gilt man doch als Ausbildungsliga. «Unser grösstes Problem war immer: Wir mussten zuerst in diese Finalrunde kommen. Dann hast du keinen Platz mehr junge, talentierte Spieler einzusetzen. Wenn du nämlich nicht in die Finalrunde kommst, ist die Saison sowieso schon vorbei. Das wird sich heute, wie damals, nicht ändern», meint Maissen.

Punkteteilung ein Graus

Gleicher Meinung ist auch der FCB-CEO Roland Heri: «Was für mich überhaupt nicht geht, ist die Punkteteilung. Das finde ich unsportlich. Das spricht komplett gegen den Einsatz, den man jede Woche bringt, wenn am Ende die Hälfte aller Punkte einfach weg sind».

Auch eine Vergrösserung der Liga auf zwölf Mannschaften – abgesehen von der Auf- und Abstiegsrunde – ist umstritten. Auch weil die Leistungsdichte an der Tabellenspitze bereits jetzt kaum vorhanden ist. Maissen: «Das wird mit zwei Mannschaften mehr sicherlich nicht besser. Das Niveau wird damit nicht steigen».

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