Die Staulösung für die Autobahn bei Augst wird weiter verzögert werden. (Bild: Keystone)

Baselland

Staulösung bei Augst wird weiter verzögert

Die Umnutzung des Pannenstreifens als Fahrbahn bei Augst ist weiterhin noch nicht definitiv. Bis Ende Jahr soll eine Umweltverträglichkeitsprüfung gemacht sein.

Bei Augst Richtung Fricktal gehört der abendliche Stau zum Tagesprogramm. Um den zu umgehen, wäre jetzt bei Augst/Kaiseraugst die temporäre Umnutzung des Pannenstreifens zur vierten Spur vorgesehen, wie die «Basler Zeitung» berichtet. So soll eine Strecke von rund 700, beziehungsweise zwei Mal 1300 Meter in Richtung Sissach/Egerkingen, während der Staustunden umgenutzt werden.

Inspiriert ist die Idee von der Strecke zwischen Genf und Lausanne, wo Tunnel und Brücken erweitert werden mussten. Dort sei der Pannenstreifen bereits zur Engpassbeseitigung umgenutzt worden, um Stau zu vermeiden. So sei der Stau Vergangenheit und die Luftqualität merklich gestiegen, wie die «Basler Zeitung» Astra-Sprecher Thomas Rohrbach zitiert.

Prüfung des Projektes

Die Grüne Grossrätin Lea Steinle ist von der Idee gar nicht begeistert: «Wir haben Einsprache gegen die Umnutzung gemacht, weil das Projekt wie eine neue Strasse ist», sagt sie gegenüber der Zeitung. Neue Strassen bedeuten mehr Verkehr, so die Co-Präsidentin des VCS Sektion beider Basel. Bei ACS-Geschäftsführer Christian Greif sorgt das für Verärgerung: «Mehr Strassen – mehr Verkehr? Das ist genau so ein Blödsinn, wie wenn man behaupten würde, mehr Gefängnisse erzeugten mehr Gefangene.»

Steinles Vorgängerin hatte Einsprache gegen die Umnutzung des Pannenstreifens erhoben. Das war möglich, weil das Astra keine Umweltschutzverträglichkeitsprüfung (UVP) vorgelegt hatte, so die «Basler Zeitung». Darum werde die Astra die UVP bis Ende Jahr beim Eidgenössischen Departement für Umwelt, Verlehr, Energie und Kommunikation (Uvek) nachreichen.

Auf die darauffolgende Verfügung des Uvek können Verbände wie der VCS wieder mit einer Einsprache reagieren. Somit könne eine Staulösung weiter verzögert werden. ACS-Geschäftsführer Greif sagt sogar: «Ich glaube, das Projekt ist gestorben.» Das Projekt steht also noch in den Sternen.

1 Kommentar

  1. Ein Hoch den Verkehrsverhinderern vom VCS! Als Bürger der praktisch täglich im Stau steht, weiss ich welche Parteien ich im Oktober sicher nicht wähle: SP , Grüne und GLP!Report

Schreiben Sie einen Kommentar

Ihre E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

*