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Der Telebasel News Beitrag vom 15. September 2019

Basel

CVP will mit GPS-Chips Velorowdies an den Kragen

Die CVP will mit einem Vorstoss gegen Velorüpel vorgehen. Ihr Vorschlag: mit Nummernschildern oder gar GPS-Chips Verkehrssünder verfolgen.

Die CVP will rüpligen Velofahrern das Handwerk legen. In einem Anzug fordert Nationalratskandidatin Andrea Elisabeth Knellwolf mit fünf weiteren Parlamentariern ihrer Fraktion, dass Velos künftig besser mit ihren Besitzern identifiziert werden können. Ihr Vorschlag: Nummernschilder oder gar Funk-Chips für Velos.

«Die Minderheit von Unkorrekten bringt die grosse Mehrheit von korrekten und rücksichtsvollen Velofahrenden stark in Misskredit», heisst es im Vorstoss. Namentlich ältere Menschen seien beim Vorbeiflitzen von Velos beim Fussgängerstreifen sturzgefährdet. Der Ruf der Velos würde immer schlechter.

Zwei Fliegen mit einen Schlag

Weil der Polizei offenbar in der Praxis die Handhabung fehle, wolle Knellwolf mit ihrem Vorschlag Hilfe leisten. «Im Vordergrund steht dabei eine technische Lösung, wie z.B. ein ‹Funk-Chip›, der von der Polizei auch bei einem vorbeifahrenden Fahrzeug erfasst werden könnte oder ein genügend grosses Nummernschild, das gut lesbar und fotografierbar ist», ist im Anzug zu lesen.

Der Vorteil eines Chips sei zudem, dass dem Problem der Velodiebstähle gleich auch noch entgegengewirkt werden könne. Die vorgeschlagene Lösung solle für Velofahrende mit Wohnsitz Basel gelten.

«Völlig unverhältnismässig»

Kein Gehör findet der Vorschlag bei  Pro Velo beider Basel. Co-Präsidentin Anina Ineichen sagt gegenüber der «BZ Basel»: «Das ist völlig unverhältnismässig. Mal ganz abgesehen von der Frage, wie man das bewerkstelligen will.»

Zudem würde sie den Eindruck über das Veloimage von Frau Knellwolf nicht teilen und verweist auf ihre alte Forderung nach einer besseren Velo-Infrastruktur. Damit könnten viele Konflikte umgangen werden und es gäbe auch weniger Übertretungen durch Velofahrer.

2 Kommentare

  1. Haha. Veloraudis sind Ausnahme??? Hab noch nie eine Stadt gesehen bei dem das Rotlicht so ignoriert wird wie in Basel. Oft mit riskanten Manövern verbunden. Z.B. Tram schneiden etc.Report

  2. Der CVP ist offenbar entgangen, dass solche und ähnliche Massnahmen in der Kompetenz des Bundes liegen. Kein Velofahrer, keine Velofahrerin kann gebüsst werden, wenn kein Funkchip oder kein Nummernschild vorhanden ist, das es im Nachbarkanton nicht braucht.!Report

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