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Der Telebasel News Beitrag vom 14. September 2019

Basel

Die tragische Geschichte des Münsters

1356 lag das Basler Münster in Schutt und Asche. Am europäischen Tag des Denkmals erinnert die Basler Denkmalpflege an diese Zeit zurück.

Bereits um 7 Uhr Morgens standen die Ersten an, um Tickets für eine der rund 40 Führungen im und ums Münster zu ergattern. Am heutigen europäischen Tag des Denkmals dreht sich in Basel alles ums Basler Münster. Das feiert dieses Jahr sein 1000 Jahr Jubiläum.

Fast wäre es nicht zu diesem Jubiläum gekommen. Im Jahr 1356 suchte ein verheerendes Erdbeben Basel heim. Die fünf Türme der Münster-Kathedrale stürzten ein. Doch damit nicht genug. Das Erdbeben entfachte einen Brand, der während mehrerer Tage fast das gesamte Bauwerk in Schutt und Asche legte. Die Erschütterung um die Zerstörung des Basler Wahrzeichens war riesig.

Man könne es sich in etwa so vorstellen, wie letzten April, als in Paris die Kathedrale Notre-Dame niederbrannte, beschreibt der Leiter der Bauforschung von der Denkmalpflege Basel-Stadt. «Es hat alle getroffen, weil es einfach das Wahrzeichen der Stadt ist. So ähnlich war es in Basel 1356 auch als die Bischofskirche, das Symbol für das Bistum aber auch für die Stadt, die sich hier verkörpert sah, in Trümmern lag», erzählt er.

Während über hundert Jahren wurde das Basler romanische Münster im gotischen Stil wieder errichtet, bis es im Jahre 1500 mit dem Martinsturm vollendet wurde. Einzelne Risse in den Gemäuern erinnern jedoch noch heute an den zerstörerischen Brand.

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