Die Grasshoppers können im Cup gegen Servette jubeln. (Bild: Keystone)

Schweiz

Zürcher Challenge-Ligisten schocken Oberklassige

Der Auftakt der 1/16-Finals im Schweizer Cup ist fest in Zürcher Hand. GC eliminiert Super-Ligist Servette, Winterthur wirft St. Gallen aus dem Rennen.

Die Sechzehntelfinals des Schweizer Cups hielten zum Auftakt zwei Überraschungen bereit. Die Grasshoppers warfen im Letzigrund trotz langer Unterzahl mit Servette den ersten Super-League-Klub aus dem diesjährigen Cup. Eine Stunde später zog der FC Winterthur nach – und beendete die Kampagne des FC St. Gallen, wobei diesmal der Oberklassige lange Zeit in Unterzahl agieren musste.

Im Cup-Klassiker im Letzigrund zwischen GC und dem Gast aus Genf war erst eine gute halbe Stunde absolviert, als sich die vermeintlich vorentscheidende Szene zutrug. Euclides Cabral sah beim Stand von 0:0 nach 33 Minuten und seinem bereits dritten Foulspiel die Gelb-Rote Karte, der GC-Aussenverteidiger hatte Schiedsrichter Fedayi San keine andere Wahl gelassen, als ihn vom Platz zu stellen. Doch statt Servette schlug Challenge-Ligist GC aus der Unterzahl Profit und kam zwei Minuten nach der Pause durch Nikola Gjorgjev zum einzigen Treffer der Partie.

Der Platzverweis gegen die Grasshoppers war in eine Phase gefallen, in der Servette die anfängliche Scheu abgelegt und mit Vehemenz den Führungstreffer gesucht hatte. Und er gab dem Spiel eine neue Wendung. Statt dem Favoriten aus der Super League spielte die Unterzahl dem Gastgeber in die Hände, der sich nun vollends auf schnelle Gegenstösse konzentrieren konnte. Eine Unkonzentriertheit nach einem Abschlag von GC-Goalie Mirko Salvi kostete Genf letztlich den Verbleib im Cup. Gjorgjev bekundete in der Folge alleine vor Joel Kiassumbua keine Probleme.

Auch in Winterthur ein Platzverweis

Auch auf der Winterthurer Schützenwiese brachte ein Platzverweis nach einer halben Stunde die Entscheidung, wobei hiernach mit Winterthur das Team in Überzahl davon profitieren konnte. St. Gallens Goalie Jonathan Klinsmann, Spross von Welt- und Europameister Jürgen Klinsmann, musste nach einer Notbremse gegen den anstürmenden Roman Buess das Feld vorzeitig verlassen. Die nummerische Unterzahl resultierte durch die Treffer des Israelis Anas Mahamid und des Schweizers Nuno Da Silva in der 48. respektive 93. Minute im ersten Cup-Aus der Ostschweizer gegen einen Unterklassigen seit 2012.

Winterthur unterstrich dagegen ein weiteres Mal seinen Ruf als schwierige Cup-Destination. Im Vorjahr verpasste der FCW im Achtelfinal knapp die Überraschung gegen Basel, die Saison davor eliminierten die Zürcher auf dem Weg in den Halbfinal unter anderem die Young Boys.

Telegramm:

Grasshoppers – Servette 1:0 (0:0)

2480 Zuschauer. – SR San. – Tor: 47. Gjorgjev 1:0.

Servette: Kiassumbua; Gonçalves, Rouiller, Routis, Severin (67. Chagas); Cespedes, Ondoua; Stevanovic, Wüthrich (70. Imeri), Tasar; Kyei (64. Schalk).

Bemerkungen: Servette ohne Busset, Kone, Cognat, Iapichino, Lang, Sasso und Sauthier (alle verletzt). 33. Gelb-Rote Karte Euclides Cabral (Grasshoppers). 92. Gelb-Rote Karte gegen GC-Trainer Forte (Unsportlichkeit).

Winterthur – St. Gallen 2:0 (0:0)

8000 Zuschauer. – SR Hänni. – Tore: 48. Mahamid 1:0. 93. Da Silva 2:0.

St. Gallen: Klinsmann; Hefti, Vilotic, Stergiou, Rüfli (78. Muheim); Görtler, Quintillà, Costanzo; Guillemenot (33. Stojanovic), Itten, Ruiz.

Bemerkungen: St. Gallen ohne Nuhu, Lüchinger, Letard und Bakayoko (alle verletzt). 31. Rote Karte gegen Klinsmann (Notbremse).

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