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Der Telebasel Wahlkampf-Talk vom 15. September 2019.

Basel

Wahlkampf-Talk: Wer soll für BL in den Nationalrat?

Am 20. Oktober ist Wahltag. Am Sonntagabend streiten sich vier Kandidatinnen: Tanja Haller, Miriam Locher, Elisabeth Schneider-Schneiter und Sandra Sollberger.

Wahlkampf-Talks auf Telebasel, Runde 4: Am Sonntag streiten sich die Kandidatinnen Tanja Haller (GLP, Kandidatin), Miriam Locher (SP, Kandidatin), Elisabeth Schneider-Schneiter (CVP, bisher) und Sandra Sollberger (SVP, bisher) um einen resp. um ihren bisherigen Sitz im Nationalrat. Es moderiert Catherine Thommen.

Finden Sie weiter unten Kurzporträts und eine Einschätzung der Wahlchancen.

Einen zweiten Wahlkampf-Talk mit Kandidaten für die Baselbieter Nationalratsmandate sehen sie dann am 29. September.

Hier die Übersicht über alle acht Talk-Runden mit allen Köpfen und Daten.

EU, Klima, Frauen, Altersvorsorge, Gesundheitskosten: Warum die Wahlen 2019 so wichtig sind.

Nationalratswahlen 2019 Baselbiet (7 Sitze)

Jetzige Verteilung: 2 SVP, 2 SP, 1 FDP, 1 CVP, 1 GPS

Unsere Gäste:

Tanja Haller (GLP, Kandidatin)

  • Präsidentin Grünliberale Frauen Schweiz
  • Vorstandsmitglied Grünliberale Schweiz
  • Vorstandsmitglied Grünliberale Basel-Landschaft
  • Präsidentin Grünliberale Oberwil BL
  • Beruf: IT Governance / PMO Manager
  • Jahrgang: 1970

Miriam Locher (SP, Kandidatin)

  • Landrätin und Fraktionspräsidentin SP BL
  • Geschäftsleitung SP BL
  • Geschäftsleitung Landrat
  • Fraktionsdelegierte f. DV SP Schweiz
  • VPOD Delegierte Lehrberufe
  • Kindergarten-Lehrperson
  • Jahrgang: 1982

Elisabeth Schneider-Schneiter (CVP, bisher)

  • Nationalrätin
  • Präsidentin Aussenpolitische Kommission NR
  • Delegation beim Europarat
  • Mitglied Parteipräsidium CVP CH
  • Präsidentin Handelskammer beider Basel
  • Geschäftsleitung/Vorstand economiesuisse
  • Beruf: Juristin
  • Jahrgang: 1964

Sandra Sollberger (SVP, bisher)

  • Nationalrätin
  • Finanzkommission NR
  • Finanzkommission-NR Subko 4 (EJPD/UVEK)
  • Kommission für Verkehr und Fernmeldewesen NR
  • Parteileitungsausschuss SVP Schweiz
  • Beruf: Unternehmerin, Sollberger Maler AG
  • Jahrgang: 1973

Ausgangslage: stabil

Bei den kantonalen Wahlen im März wurde die SP zur stärksten Macht im Kanton und die Grünen schossen auf Platz vier. Auch wenn die SVP Federn lassen musste: Nach wie vor stellt sie im Landkanton eine stabile Supermacht dar. FDP und CVP kassierten immerhin keinen Sitzverlust. Den nationalen Aufschwung (Kantonswahlen Zürich und Luzern) konnten die Baselbieter Grünliberalen nicht nutzen: Es blieb bei drei Landratssitzen. Wenn wir das als Trend nehmen, so ist das wesentliche gesagt.

Die SP wird ihre zwei Sitze halten können. Dank dem vorzeitigen Rücktritt von Susanne Leutenegger-Oberholzer kann Samira Marti mit dem Bisherigen-Label antreten. Instinktsicher sorgte sie bereits für Aufsehen mit ihrem Vorstoss für ein Verbot von Kurzstreckenflügen. Der besonnene Energieexperte Eric Nussbaumer wird sowieso wieder gewählt.

Ähnliches Bild bei der SVP: Sandra Sollberger ist seit ihrer Wahl in die nationale Parteispitze aufgestiegen und gilt als KMU-Unternehmerin bei der Basis als äusserst beliebt. Thomas de Courten bezog eine empfindliche Niederlage bei den Regierungsratswahlen 2019. Ob man einfach keine zwei SVP-Männer in der Regierung wollte oder dem angeblichen Hardliner de Courten das Exekutiv-Amt nicht anvertrauen wollte, ist unklar. Dennoch wird die SVP selbst bei prognostizierten Verlusten genügend Stimmen anziehen, um den zweiten Sitz zu halten.

Maya Graf gilt als eine der prominentesten und beliebtesten Politikerinnen des Landes, die als Persönlichkeit weit bis ins bürgerliche Lager Sympathien geniesst. Ihre Wahl ist gesetzt. Recht sicher kann sich auch Daniela Schneeberger fühlen, die dazu auf stabile Unterstützung aus dem SVP-Lager zählen darf.

Als einziger Wackelsitz wurde derjenige der CVP diskutiert. Die Partei ist im Laufe der Jahre auf das Niveau einer grossen Kleinpartei abgerutscht. Bei den kantonalen Wahlen konnte die Partei trotz interner Spannungen die Position halten. Elisabeth Schneider-Schneiter hat mit ihrem Einsatz für die Fusions-Initiative (2014) das rechtsbürgerliche Spektrum nachhaltig verärgert. «ESS» hat jedoch viel getan, um ihre Position abzusichern. Sie präsidiert mittlerweile die Aussenpolitische Kommission, was ihr regelmässig starke Präsenz in nationalen Medien bringt, und die Handelskammer beider Basel. Ihre Bundesratskandidatur misslang zwar, machte sie aber im ganzen Land bekannt. Und die CVP hat ihre Position mit einer Listenverbindung mit der BDP, EVP und GLP zusätzlich stabilisiert.

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