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Der Beitrag in den Telebasel News vom 12. September 2019.

Basel

Umweltaktivist Martin Vosseler will in den Nationalrat

Ein Bundesamt für Frieden, aktiver Klimaschutz oder mehr Gemeinschaft statt Gewinnoptimierung - dafür will das Bündnis Integrale Politik in Bern einstehen.

Er hungerte, kettete sich an Bäume und wanderte von Basel nach Jerusalem oder überquerte den Atlantik auf dem Solarboot – und das alles für die Umwelt. Der Basler Arzt Martin Vosseler (71) stand wegen seiner Aktionen weltweit in den Schlagzeilen. Nun will er für das Bündnis Integrale Politik Basel in den Nationalrat.

«Das ist die Antwort auf den Klimanotstand. Wir stehen vor einer gewaltigen Herausforderung. Jetzt besteht die Chance, dass sich die Mehrheit im Parlament so ändert, dass ein Durchbruch möglich wird. Dazu möchte ich meinen Beitrag leisten», antwortet Vosseler auf die Frage, ob er die Gunst der Stunde nutze und auf die Erfolgswelle der Klimajungend aufspringe.

Fünf Kandidierende

Auf der Liste 42 des Integralen Bündnis kandidieren für Basel-Stadt fünf Personen: Neben Vosseler wollen auch Tilla Künzli, Bastiaan Frich, Dominique Lüdi und Rosmarie Wydler-Wälti nach Bern.

Die Partei wurde dafür im Stadtkanton auf Initiative vom Rosmarie Wydler-Wälti, Co-Präsidentin der Klimasenioren Schweiz, neu gegründet. In vier anderen Kantonen existiert die Partei, die sich den Grünen am nächsten verwandt fühlt, bereits. «Wir wollen den Grünen, die unser Hauptanliegen, das Klima, vertreten, keine Plätze streitig machen. Deshalb sind wir mit ihnen eine Bündnislistenverbindung eingegangen», so Rosmarie Wydler-Wälti.

Wahlchance auf 25 Prozent geschätzt

Mit Tilla Künzli, Bastiaan Frich und Dominique Lüdi sind auch jüngere Kandidierende vertreten. «Als ich an meiner ersten Klimademonstration war, fühlte ich mich endlich nicht mehr allein mit meinen Sorgen. Das hat mich so bewegt, dass mir die Tränen kamen», so Tilla Künzli am Donnerstag vor den Medien. Momentan habe sie sich eine Auszeit genommen, um herauszufinden, was in ihrem Leben wirklich wichtig sei. Eine Wahl in den Nationalrat könnte dieser Phase mit neuen Verpflichtungen ein jähes Ende bereiten.

«Die Chance, gewählt zu werden, schätze ich auf 25 Prozent», so Martin Vosseler dazu. Und sollte er nicht gewählt werden, hat er bereits Pläne: «Ich will von Sizilien nach Beznau wandern.» Damit wolle er bewirken, dass die Kernkraftwerke vom Netz genommen werden.

2 Kommentare

  1. Hier eine kurze Korrektur der durchwegs nicht zutreffenden Behauptungen von SVP-Grossrat Roger Stalder:

    • Meine Visionen wurden nicht vom Gewerbeverband finanziert. Die erfreuliche Zusammenarbeit zwischen sun21 und dem Gewerbeverband BS wurde durch Christoph Eymann möglich. Die Geschäftsstellenkosten wurden zu einem Teil durch einen Beitrag des Kantons an die Betriebskosten gedeckt. Zudem hat mein Engagement für die Energiewende manchen Gewerblern und Gewerblerinnen zu Aufträgen verholfen.
    • Beim Widerstand gegen die Zollfreistrasse sind Kosten wegen der Polizeiräumung entstanden. Aus Sicht von uns Strassengegnern und –gegnerinnen hätten diese Kosten noch so gern eingespart werden können.
    • Die sog. “Spazierfahrt” mit dem Solarboot hat dem Kanton BS keinen Rappen gekostet. Das Projekt Transatlantic 21 wurde zu 100 % von einer grosszügigen und engagierten Privatperson finanziert.

    Dann noch zum Alter: Im Hinblick auf diverse (auch SVP-)Seniorenlisten bin ich in zahlreicher und guter Gesellschaft ☺…

    Martin VosselerReport

  2. In früheren Jahren wurden die Visionen von Herrn Vosseler durch den Gewerbe-
    verband finanziert. Ich hoffe nur, dass dies nicht der Fall sein wird. Dieser Visio-
    när hat dem Kanton schon genug Kosten
    verursacht. Beispiel: Protestaktion lange
    Erlen, Spazierfahrt mit dem Solarboot
    etc. Im Weiteren ist er für ein solches
    Amt einfach zu alt, oder will er seine AHV
    mit dem Nationalratssalär aufbessern.
    So nicht!Report

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