(Montage: Telebasel)

Basel

Kritik und Trauer um verstorbene Zolli-Wölfe

Die letzten beiden Wölfe im Basler Zoo sind tot. Viele vermissen die prächtigen Tiere. Doch in der Telebasel-Community haben einige eine kritische Haltung dazu.

Cäsar und Kleopatra – die beiden letzten Wölfe des Basler Zolli – sind tot. Ein Schild beim Gehege weist darauf hin, dass die beiden Tiere eingeschläfert werden mussten. Ihr Gesundheitszustand und damit die Lebensqualität hätten sehr abgenommen, weshalb der Zolli entschloss, sie zu erlösen. Neue Wölfe werde es keine geben, eine andere Tierart werde ins Wolf-Gehege einziehen.

Emotionale Reaktionen auf Facebook

Die Telebasel-Community traf die Nachricht der verstorbenen Wölfe im Zolli schwer. Demensprechend emotional diskutieren die Facebook-User über das Ableben der Tiere. Über 120 Kommentare wurden unter die Nachricht gepostet, viele davon drücken Trauer aus. «Nein, nicht meine geliebten Wölfe», schreibt eine Userin. Oder: «Dafür sind sie jetzt im Paradies. Gute Reise.»

Tierschützer findet harte Worte

Neben traurigen «ich nehme voller Demut und Trauer Abschied»-Worte, finden sich jedoch auch Vorwürfe an den Zolli. Einige User waren aber davon überzeugt, dass es bei dieser Angelegenheit nicht mit rechten Dingen zuging. «Das ist ja ein trauriger Zufall», heisst es oder « Ihr wolltet sie wohl einfach beseitigen, weil es am einfachsten war.» Selbst Tierschützer Oliver Bieli schaltete sich ein.

Es werden sogar Stimmen laut, dass der Tod der Tier im Zolli nicht artgerecht. «Ein weiterer Beweis für mich, dass der Zolli Basel eine veraltete Institution ist», schreibt eine Userin.

«Man sah ihnen ihr Alter an»

Doch nicht alle sind dieser Meinung. Viele zeigen Verständnis für den Schritt des Tierparks. «Ich hatte sie noch vor ein paar Monaten im Zolli gesehen. Man sah an ihrer Körpersprache, dass die Tiere krank waren», schreibt ein User. Die Wölfe hätten sonst nur unnötig leiden müssen. «Die Tiere haben den Luxus, dass man unnötiges Leiden beenden kann.»

Einige sind sogar der Meinung, dass die Wölfe im Zoo ein besseres Leben gehabt hätten, als in der Wildnis. «In Freiheit wird ja alles abgeknallt, überfahren und vergiftet», heisst es.

Am Dienstag teilte der Zolli mit, dass die letzten beiden Wölfe gestorben sind. Nun wird in ihrem ehemaligen zuhause ein Gehege für die Nutrias umgebaut. In den kommenden zwei Wochen sollen sie bereits einziehen.

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