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Der Telebasel Glam Beitrag vom 17. September 2019.

Basel

Federer-Eltern turnen im Schützenmattpark

Das sieht man nicht alle Tage. Die Eltern von Roger Federer, Lynette und Robert, bringen im Schützenmattpark Jung und Alt beim Turnen ins Schwitzen.

«Mami, schau mal, da spielen die Eltern von Roger Federer am Klettergerüst!», so in etwa könnte es heute Nachmittag im Schützenmattpark geklungen haben. Lynette und Robbie Federer legten sich am Mittwoch im Rahmen der Jubiläumstagung der Stiftung «Hopp-La» im Basler Park mächtig ins Zeug. Für den guten Zweck turnten und spielten sie mit Kindern und Senioren.

«Bewegung ist in meiner DNA»

Seit fünf Jahren setzt sich die Stiftung «Hopp-La» für generationsverbindende Bewegungs- und Gesundheitsförderung ein. Anhand von speziell entwickelten Spiel- und Turngeräten sollen sich Senioren und Kinder im öffentlichen Raum gleichzeitig und miteinander bewegen können.

Als Stiftungsrätin engagiert sich Lynette Federer, die Mutter des Tennis-Helden Roger Federer, für das aktive Miteinander von Jung und Alt. Denn Bewegung habe die «Grossmutter der Nation», wie sie von der Stiftung bezeichnet wird, in ihrer DNA. «Die Idee von Hopp-La führe ich selbst aus. Früher habe ich mit Roger und Diana auf den Spielplätzen gespielt. Wir hatten keinen Garten, der Spielplatz war für mich Aktivität mit meinen Kindern. Ich lebe das», so Lynette Federer im Interview mit Glam.

«Es ist traurig, wenn Grosseltern nur auf der Bank sitzen»

Mit ihren sechs Enkelkindern mache Lynette Federer heute dasselbe. Ein Omi-Opi-Tag bei Federers sei stets durchgeplant. «Wir sind gern im Freien, ob im Wald, auf dem Spielplatz oder im Zolli. Wir gestalten ein Programm mit unseren Grosskindern. Wir laufen zum Beispiel der Birs entlang und werfen Steine oder wir probieren die neuen Geräte im Schützenmattpark aus. Die Kinder haben immer Freude daran», so Lynette Federer.

Wenn sie andere Grosseltern auf dem Spielplatz nur auf der Bank sitzen sehe, mache sie das traurig. Daher appeliert sie: «Grosseltern, unternimmt etwas mit den Kindern, vor allem im freien Raum. Man spricht nie so viel mit seinen Grosskindern, wie wenn man mit ihnen zum Beispiel wandern geht. Dasselbe auf dem Spielplatz, auf dem Fussballplatz, auf dem Tennisplatz. Man kann immer etwas Lustiges mit den Kindern machen und es bereitet beiden Freude», so Lynette Federer.

«Ich wollte etwas zurückgeben»

Entstanden ist das nationale Sport-Projekt «Hopp-La» 2014 durch eine Masterarbeit von Debora Junker-Wick, der heutigen Geschäftsführerin der Stiftung. Dank der Hilfe verschiedener Partner, Sponsoren und nicht zuletzt des Stiftungsratspräsidenten Martin Bisang, feierte die Stiftung nun das fünfjährige Jubiläum.

«Ich hatte viel Glück im Leben und wollte einfach etwas zurückgeben», so Martin Bisang. «Meine Grosseltern hatten diese Möglichkeit mit uns früher nicht. Heute will ich meinen Eltern mit meinen Kindern diese Möglichkeit bieten».

(Video: Telebasel)

«Stürze im Alter sind ein Milliardengeschäft»

Regelmässige Bewegung im Alter senkt das Sturzrisiko erwiesenermassen. Genau an diesem Punkt wolle man laut Stiftungsrat Prof. Dr. Lukas Zahner anknüpfen. «Man weiss heute, dass jeder dritte über 65-Jährige einmal im Jahr stürzt. Jeder Sturz bei Senioren, der behandelt werden muss, kostet rund 22’000 Franken.

Und oft ist das Leben eines Seniores danach nicht mehr dasselbe wie vorher. Viele bleiben im Rollstuhl», so Lukas Zahner. In der heutigen Zeit würden gegen 97 Prozent der Ausgaben im Gesundheitswesen in die Reparaturmedizin gesteckt und nur rund drei Prozent in die Prävention. «Das ist ein Milliardengeschäft. Heute wissen wir aber, dass bis 50 Prozent der Stürze vermieden werden könnten, wenn sich die Senioren mehr bewegen würden», so der Professor.

(Video: Telebasel)

1 Kommentar

  1. Ganz wertvolle Arbeit und toller Beitrag!
    Freudvolle äussere Bewegung führt auch zu mehr innerer Beweglichkeit wie Fantasie, Lebensfreude und Gemeinschaftssinn im Mitdenken und Mitwirken für eine bessere Welt.Report

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