John Bolton (rechts) ist nicht mehr länger Trumps Sicherheitsberater. (Bild: Keystone)

International

Trump gibt Entlassung von Sicherheitsberater bekannt

US-Präsident Donald Trump hat am Dienstag auf Twitter die Entlassung seines nationalen Sicherheitsberaters John Bolton angekündigt.

«Ich habe John Bolton gestern Abend darüber informiert, dass seine Dienste im Weissen Haus nicht mehr benötigt werden», schrieb Donald Trump auf Twitter. Es habe bei ihm selbst und in seiner Regierung Widerstand gegen zahlreiche von Boltons Vorstössen gegeben.

Trump habe mit vielen Positionen nicht übereingestimmt. Bolton, der seit dem Frühjahr 2018 als Nationaler Sicherheitsberater im Weissen Haus diente, ist als aussenpolitischer Hardliner bekannt. Einen Nachfolger werde er kommende Woche bekanntgeben, kündigte Trump an.

John Bolton widersprach der Darstellung des US-Präsidenten zu seinem Rücktritt. Er schrieb am Dienstag auf Twitter, er habe am Montagabend angeboten, zurückzutreten. Trump habe daraufhin gesagt: «Lass uns morgen darüber sprechen.»

Kurz vor dem Trump-Tweet am Mittag hatte das Weisse Haus noch mitgeteilt, Bolton werde in seiner Funktion als Nationaler Sicherheitsberater gemeinsam mit Aussenminister Mike Pompeo und Finanzminister Steven Mnuchin vor die Presse treten.

1 Kommentar

  1. D. Trump und J. Bolton sind Hardliner. Was Iran angeht, so ist Misstrauen gegenüber dem Mullahstaat angebracht. Dafür zündelt diese Land zu sehr im Jemen, in Syrien, Libanon, Gaza, Bahrain. Selbst in Venezuela und in der ehemaligen Spanischen Sahara. Was Nordkorea angeht, so ist Tauwetter angesagt. Da hat sich D. Trump im Vergleich zu seinen Vorgängern selbst übertroffen. Sollten etwa die historischen Gehversuche D. Trumps und Kim Yong-un in der Demarkationslinie schon in Vergessenheit geraten sein? Was auch immer die Gründe für J. Boltons Rücktritt ist. Man fühlt sich bei ihm als ausgesprochener Hardliner sicherer als bei anderen europäischen Apologeten. Sollte er aber wirklich eine Bombardierung von verdächtigen Atom- und Raketenanlagen in NK und Iran gefordert haben, so ist er schlicht zu weit gegangen.
    J. Bolton ist Geostratege und hatte schon immer eine Agenda: Mehr Macht für die USA durch “Regime Change” im Iran. Im Gegensatz zu Populisten, die nur dem Volk gefallen wollen, hat er einen festen Plan: Ihm und seinen Neocon-New-American-Century-Mitstreiter missfällt die Machtposition des Irans im Mittleren Osten. Diese will er zugunsten der USA brechen. Da man bereits in Ägypten, Israel und Saudi-Arabien massgeblich Einfluss hat, wäre damit der einzig echte Gegenspieler in der Region abgeräumt.Report

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