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Der Telebasel News Beitrag vom 9. September 2019.

Basel

Zerstörter Dachstock an der Rheingasse abgerissen

Drei Wochen nach dem Brand in der Rheingasse beim Schwarzen Bären räumt ein Riesenbagger beim obereren Teil des Gebäudes auf.

Mehrere Wochen nach dem Brand an der Rheingasse bleibt das Gebäude unbewohnbar. Am Montag starteten die Abrissarbeiten beim Schwarzen Bären. Am frühen Montagnachmittag griff die erste Baggerschaufel in die Brandruinen. Nachdem die Spurensicherung der Kriminalpolizei vor Ort letzte Arbeiten vorgenommen hatte, machten sich die Bauarbeiter ans Aufräumen. Mit einem Riesenbagger räumten sie die verkohlte Giebelkonstruktion sowie das das oberste Stockwerk. Knirschend wurden die Trümmer Stück für Stück entsorgt.

Wiederaufbau dauert bis zu zwei Jahre

Dabei zeigte sich nochmals deutlich die Zerstörung, die der Brand verursacht hatte: Neben den verkohlten Dachstock-Balken trugen die Baggerfahrer auch zahlreiche Kleider und Heimtextilien ab. Die betroffenen Bewohner hatten im Feuer ihren gesamten Besitz verloren. Auch am Gebäude hinterliess das Feuer verheerende Spuren: Die Basler Gebäudeversicherung geht davon aus, dass der Wiederaufbau des historischen Hauses ein bis zwei Jahre dauern wird. Ein Gerüst soll nun die Fassade und das restliche Gebäude sichern.

Anwohner und Passanten beobachteten am Montag das Abriss-Spektakel an der Rheingasse. Auch Cécile Grieder von der Grenzwert-Bar nahm bei der Baustelle einen Augenschein. Ihre Bar kann sie aktuell nicht mehr betreiben – für vorerst zwei Jahre zieht die Grenzwert-Bar an die Ochsengasse zur bisherigen «Zytloos-Bar».

Verkehrsbehinderungen

Wegen den Arbeiten kommt es derzeit im Baustellenbereich in der Rheingasse zu Verkehrsbehinderungen. Die Ermittlungen zur Brandursache sind derweil weiter in Gang. Drei Tage nach dem Feuer wurde ein 35-jähriger Schweizer verhaftet – er wird verdächtigt, den Brand fahrlässig verursacht zu haben.

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