Charles Leclerc sicherte sich für das Heimrennen von Ferrari die Pole-Position. (Bild: Keystone)

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Leclerc verzückt Ferrari-Fans weiter

Charles Leclerc im Ferrari startet aus der Pole-Position zum Grand Prix von Italien. Neben dem Monegassen steht Lewis Hamilton im Mercedes in der Frontreihe.

Die Minuten und Sekunden verrannen. Doch in den Boxen der Teams mit den Finalisten tat sich in der letzten Phase des Qualifyings nichts. Lange, zu lange tat sich nichts. Keiner wollte Zugpferd spielen und den nachfolgenden Konkurrenten Windschatten bieten, der auf den langen Geraden des Hochgeschwindigkeitskurses in Monza Vorteile von bis zu zwei Zehnteln bringen kann. Das Zuwarten sollte Folgen haben. Als sich die Fahrer endlich zur entscheidenden Runde aufmachten, war es zu spät. Die zur Verfügung stehende Zeit war abgelaufen, als der Pulk den letzten Versuch in Angriff nehmen wollte.

Den Tifosi, den Zehntausenden Anhängern von Ferrari an der Strecke, konnte das skurrile Ende egal sein. Mit Leclerc hatte einer ihrer Lieblinge zu jenem Zeitpunkt in Führung gelegen – und blieb nach diesem in der Formel 1 einzigartigen Schlusspunkt logischerweise ganz vorne in der Rangliste.

Leclerc mit hauchdünnem Vorsprung

Leclerc sicherte sich seine vierte Pole-Position mit hauchdünnem Vorsprung. Hamilton lag 39 Tausendstel, dessen drittplatzierter Teamkollege Valtteri Bottas 47 Tausendstel zurück. Sebastian Vettel im anderen Ferrari büsste als Viertplatzierter 15 Hundertstel ein. Der Deutsche, von seinem jungen Stallgefährten zuletzt immer mehr unter Druck gesetzt, musste eine weitere bittere Pille zu schlucken. Der Versuch, vor Heimpublikum seines Arbeitgebers die internen Verhältnisse wieder nach seinem Gusto zurechtzurücken, schlug fehl.

Kimi Räikkönen verfolgte das spezielle Schlussbouquet aus der Ferne. Der Finne hatte sich im Alfa Romeo wohl für den dritten Teil qualifiziert, hatte da aber einen kurzen Auftritt. Wie schon im ersten Training am Freitagmittag landete er nach einem Dreher in einem Reifenstapel. Räikkönen wird damit am Sonntag von Platz 10 losfahren. Antonio Giovinazzi verpasste die Teilnahme am Finale mit den besten zehn um zwei Tausendstelsekunden. Der elftplatzierte Italiener zog um diese Winzigkeit ausgerechnet gegen seinen Teamkameraden den Kürzeren.

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