Leser-Reporter Ivan ist die Lust auf Cervelat vergangen. (Bildmontage: Telebasel)

Basel

Insekt in Cervelat verdirbt Leser-Reporter den Appetit

Leser-Reporter Ivan findet in seiner Cervelat ein Insekt. Weil die Wurst bereits entsorgt wurde, kann der Hersteller die Hintergründe nicht ermitteln.

Grusel-Alarm beim Znacht. Telebasel Leser-Reporter Ivan ist beim Anblick seiner Wurst sprichwörtlich der Appetit vergangen. In seiner Cervelat entdeckte der 43-Jährige ein Insekt unter der Haut der Wurst. Beim Hersteller Bell ist bisher kein ähnlicher Fall bekannt.

«Ich musste beinahe erbrechen»

Vor seiner Nachtschicht wollte sich Ivan noch rasch etwas stärken. Die zuvor gekaufte Cervelat kam da gerade richtig. Oder eben doch nicht. Beim Öffnen der Verpackung entdeckte er einen seltsamen schwarzen Punkt. «Ich habe dann die Haut abgezogen und mit dem Messer die Cervelat seziert.» Zum Vorschein sei dann ein unidentifizierbares Insekt gekommen (vgl. Bild).

«Es sah aus wie eine kleine Spinne oder Ameise.» Im «Grusel-Stress» und im Affekt habe er die Wurst so rasch wie möglich entsorgt. Vor dem Wegwerfen hielt er jedoch das Corpus Delicti noch per Handy-Kamera fest. «Ich musste das doch meinen Kollegen zeigen. Die hätten mir das sonst nie geglaubt», so Ivan.

Entsorgung war ein Fehler

Die Hersteller-Firma Bell bedauert den Vorfall, hält aber fest: «Anhand der Fotos ist es für uns nicht möglich, zu beurteilen, um welche Art von Fremdkörper es sich handelt. Für eine abschliessende Beurteilung benötigen wir das betroffene Produkt sowie den Fremdkörper und das Verpackungsmaterial», sagt Sprecherin Sara Heiniger. Eine abschliessende «Analyse» ist also schlicht nicht mehr möglich.

In Bezug auf Schädlinge habe es im betreffenden Betrieb keine Auffälligkeiten gegeben. Ähnliche Kundenmeldungen seien bisher auch nicht eingegangen. Aber: «Sollten Konsumentinnen oder Konsumenten den Eindruck haben, dass ein Produkt mangelhaft ist, ist es wichtig, dass sie sich umgehend mit unserem Kundenservice in Verbindung setzen, damit wir die betroffenen Produkte prüfen können», betont Heiniger.

«Lust auf Cervelat vergangen»

Ivan nimmt den Vorfall mit Humor. «Jeder macht mal einen Fehler. Aber so was sollte dann doch nicht vorkommen.» Zwar sei ihm die Lust auf Wurst für den Moment vergangen. «Doch in ein paar Tagen wird sich das sicher wieder legen», so der 43-Jährige. Und auch verhungern musste er in seiner Nachtschicht nicht. Statt Cervelat gab es etwas Schokolade aus dem Betriebs-Automaten.

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