Granit Xhaka bietet Shaqiri Captain-Binde an. (Archivbild: Keystone)

International

«Wenn das Bändeli das Problem ist, gebe ich es ihm»

Beim 1:1 in der EM-Qualifikation gegen Irland stimmt aus Sicht der Schweizer Spieler nur das Resultat nicht. Granit Xhaka äussert sich zur Captain-Frage.

Captain Granit Xhaka sprach von einer guten Leistung, aber zwei verlorenen Punkten. «Leider haben wir einmal nicht aufgepasst und ein dummes Tor kassiert.» Dennoch sah der Arsenal-Professional viel Positives von seiner Mannschaft, an der Qualifikation für die EM-Endrunde 2020 zweifelt er nicht. «Es ist alles drin. Wenn wir ein wenig frecher und konzentrierter auftreten, bin ich überzeugt, dass wir die Kampagne positiv beenden.»

Auf Nachfrage äusserte sich Granit Xhaka in den Katakomben des Aviva Stadions auch noch zum Fall Shaqiri. Die genauen Beweggründe für dessen Abwesenheit kenne er nicht. Auf die Frage, ob allenfalls die interne Hierarchie beim Entscheid Xherdan Shaqiris eine Rolle spielen könnte, sagte er: «Wenn wirklich das Captain-Bändeli das Problem ist, dann können wir gerne gemeinsam an einen Tisch sitzen. Wir sind erwachsen genug, um darüber zu reden». Falls Shaqiri deswegen ein Problem haben sollte, dürfe dieser die Binde gerne haben. Offizieller Captain der Mannschaft ist nach wie vor Stephan Lichtsteiner, der zuletzt von Vladimir Petković aber nicht mehr aufgeboten wurde.

Viele positive Ansätze

Auch Yann Sommer, hinter Lichtsteiner und Xhaka die Nummer 3 in der Hierarchie, sah viele positive Ansätze im Spiel gegen den neben Dänemark direkten Konkurrenten um einen der beiden EM-Plätze. «Ich hatte praktisch keinen Ball in den Händen, das heisst, dass wir als Mannschaft gut verteidigt haben.» Einzig fehlende Cleverness und mangelnde Effizienz im Abschluss warf Sommer sich und seinen Kollegen vor. Dass spielerisch vieles nicht zusammengepasst hatte, nahm der Keeper gelassen. «Man kann nicht immer ein Spektakel erwarten.»

Im Hinblick auf den Zusammenzug im Oktober, wenn die Rückspiele in Dänemark und zuhause gegen Irland anstehen, sagte Sommer: «Es wird spannend, wir müssen Gas geben.» Dass die Gruppe kein Selbstläufer werden würde, hätten sie von Anfang an gewusst. «Eine EM-Qualifikation ist kein Spaziergang.»

«Wir müssen aus unseren Fehlern lernen»

Torschütze Fabian Schär ärgerte sich ebenfalls über das späte Gegentor. Bereits beim 3:3 gegen Dänemark und beim 1:3 in der Nations League gegen Portugal gaben die Schweiz in der Schlussphase eine Führung, bzw. ein Remis noch aus der Hand. «Wir müssen endlich aus diesen Fehlern lernen und den letzten Schritt machen», sagte der Innenverteidiger von Newcastle, der eine gute Leistung zeigte und diese mit dem 1:0 krönte.

Mit der von medialer Seite kritischen Beurteilung des spielerischen Auftritts der SFV-Auswahl konnte der Ostschweizer nichts anfangen. «Wir hatten das Spiel im Griff», so Schär. «Dass wir die Iren nicht 90 Minuten an die Wand spielen, ist normal. Auch sie haben ihre Qualitäten.»

1 Kommentar

  1. Forderungen hat der Bankdrücker schon
    mal gar nicht zu stellen. Für das Ehren-
    amt des Spielführers braucht es Charak-
    ter und das geht Shaqiri klar ab. Nach
    seinem feigen Fehlen gegen Irland, hat
    er im Nationalteam nichts mehr zu suchen. Ich hoffe, dass der SFV im Sinne
    der Nationalmannschaft handelt.Report

Schreiben Sie einen Kommentar

Ihre E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

*

Was geschah bisher