Featured Video Play Icon
Der Telebasel News Beitrag vom 3. September 2019.

Basel

Basler SVP kämpft alleine gegen alle

Die Basler SVP startet in den Wahlkampf der National- und Ständeratswahlen. Sie tun das ohne Unterstützung anderer Parteien als einsamer Wolf.

Sie sind kampfbereit: Die fünf Kandidaten der Basler SVP, welche sich ein Sitz in Bern sichern wollen. Es sind dies Pascal Brenneisen, Felix Wehrli, der Präsident Eduard Rutschmann, Sebastian Frehner und Gianna Hablützel-Bürki.

Favorit für das Nationalrats-Mandat ist Sebastian Frehner, der die Partei seit 2010 in Bern vertritt. Er ist sich sicher, dass die Basler SVP vor einer schwierigen Aufgabe steht. Schuld seien vor allem die anderen Parteien. «Eigentlich wäre es gut gewesen, es gebe eine Listenverbindung mit den anderen bürgerlichen Parteien. Aber weil die CVP, LDP und die anderen bürgerlichen Parteien das nicht wollten, müssen wir extrem kämpfen», so Frehner.

Kaum Chancen im Ständerat

Genau 16,33 Prozent braucht die SVP, um den Nationalratssitz halten zu können. Zusätzlich wollen sie aber auch noch in den Ständerat. Mit der olympischen Fecht-Silbermedaillengewinnerin Gianna Hablützel-Bürki hat die Basler SVP einen bekannten Namen aufstellen können.

Ihre Chancen sind aber gering. Denn sie tritt gegen die beiden Favoritinnen Eva Herzog von der SP und Patricia von Falkenstein von der LDP an. Trotzdem gibt sich Hablützel-Bürki kämpferisch: «Wir werden am 20. Oktober sehen, wie die Baslerinnen und Basler wählen werden. Es kommt darauf an, für welche Politik sich der Kanton entscheiden wird.»

Alleingang der Volkspartei

Die Kandidatur von Gianna Hablützel-Bürki ist ein Affront gegenüber den anderen bürgerlichen Parteien, die geschlossen hinter Patricia von Falkenstein stehen. Der Basler SVP Präsident Eduard Rutschmann wollte eigentlich keinen Alleingang seiner Partei. Dazu sei man gezwungen worden. «Es muss ja so funktionieren, wenn die andere nichts von uns wissen wollen», so Rutschmann.

In Sachen Klimaschutz fährt die Partei bewusst eine andere Schiene, als ihre Konkurrenten. «Wenn man die letzten Vorstössen im Grossen Rat anschaut, insbesondere den Klimanotstand, dann sieht man, dass wir als einzige bürgerliche Partei dagegen gestimmt haben. Denn nur wir machen realistische Politik», ist Rutschmann überzeugt. Ob die Strategie der Basler SVP aufgeht zeigt sich am 20. Oktober. Dann sind die National- und Ständeratswahlen.

Schreiben Sie einen Kommentar

Ihre E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

*