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Der Telebasel News Beitrag vom 2. September 2019.

Basel

«Ich hätte schon früher die Reissleine ziehen müssen»

Eine zweite Ausgabe der Vorfasnachtsveranstaltung Kòpfladäärnli wird es 2020 nicht geben. Die Finanzen lassen eine Weiterführung nicht zu, so Renato Salvi.

Mit dem Kòpfladäärnli brachte Renato Salvi eine Vorfasnachtsveranstaltung in die Kirche. Die erste und einzige Ausgabe fand in diesem Jahr in der Offenen Kirche Elisabethen statt. Mit dem Vorgänger Fasnachtskiechli hatte der neueste Streich nicht mehr viel zu tun.

Wie sein einstiger Bühnenkollege Almi mit dem Läggerli ging auch Renato Salvi mit dem Kòpfladäärnli neue Wege. Beide Komiker hatten nicht nur Leichtfüssiges, sondern auch Ernsteres im Programm. Dementsprechend passten beim Kòpfladäärnli manche Rahmenstücke zur Kulisse.

Der Telebasel News-Beitrag vom 22. Februar 2019 zur Premiere des Kòpfladäärnlis. (Video: Telebasel)

Nun ist alles schon wieder vorbei. Eine zweite Ausgabe wird es nicht geben. Das verkündet Salvi auf seiner Internetseite: «Das Kòpfladäärnli war einmalig, im wahrsten Sinne des Wortes», schreibt der Theatermacher dort. Die Vorfasnachtsveranstaltung habe finanziell nicht funktioniert. «Alles andere war schlicht und einfach perfekt», so Renato Salvi. Einfach alles habe gestimmt: Vom Ensemble der Rahmenstücke, über die Schnitzelbank-Formationen bis hin zur Kirchenorgel. Doch die Einnahmen machen dem Komiker einen Strich durch die Rechnung.

Seine Firma «Delego GmbH» sieht sich mit offenen Forderungen von rund 50’000 Franken konfrontiert. «Ich bin daran, eine Lösung zu finden. Mit einigen Firmen konnte ich über eine Abzahlungsvereinbarung reden, andere haben mir angekündigt, die Betreibung einzuleiten», sagt er gegenüber PrimeNews.

Finanzen geben Ausschlag

«Die Auslagen für eine Theaterproduktion in einem Raum, der nicht als Theater gebaut wurde, waren sehr hoch», schreibt Salvi weiter. Das habe er zwar von Anfang an gewusst, doch seien während der Vorbereitung immer mehr «Baustellen» hervorgekommen, mit denen niemand gerechnet habe.

Abbruch oder weitermachen habe es damals geheissen – Renato Salvi hat sich für Letzteres entschieden. Nun sei er um diese Erfahrung reicher. «Ich habe mir diese teuer ‹erkauft›, aber einmal mehr bin ich froh, die ‹falsche› Entscheidung getroffen zu haben», so Salvi.

Telebasel Regio am Kòpfladäärnli:

(Video: Telebasel)

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