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Der Telebasel News-Beitrag vom 2. September 2019.
Basel

Hat es Leichen im abgebrannten Haus an der Rheingasse?

Rund zwei Wochen nach dem Brand an der Rheingasse kann der Tatort aus Sicherheitsgründen noch nicht freigegeben werden. Seit dem Brand war niemand im Haus.

Rund zwei Wochen sind vergangen, seit an der Rheingasse nachts ein Dachstock lichterloh brannte. Das gesamte Haus ist seither unbewohnbar – aus Sicherheitsgründen. Telebasel hat berichtet.

Jetzt wird bekannt: Das ganze Gebäude ist noch nicht freigegeben. «Das ist noch immer ein Tatort. Man weiss auch nicht, ob es dort unter Umständen noch Leichen drin hat», so Peter Blumer, Direktor der Gebäudeversicherung Basel-Stadt, auf Anfrage von Telebasel.

Und weiter: «Bis das nicht klar ist, kann die kriminaltechnische Abteilung der Staatsanwaltschaft das Haus gar nicht freigeben. Wir müssen jetzt sachte Stein für Stein zurückbauen und die Lage immer wieder neu beurteilen».

Seit dem Brand war niemand im Haus

Weil das Haus bis jetzt akut einsturzgefährdet ist, können gemäss Gebäudeversicherung auch noch keine Aussagen zum Stand der Ermittlungen gemacht werden. «Es konnte ja noch niemand in das Haus. Anfangs gingen Gruppen der Feuerwehr rein. Die kamen aber sofort wieder heraus, weil es zu gefährlich war. Seit dann war niemand mehr im Haus», so Peter Blumer weiter.

Keine Vermissten beim Verein für Gassenarbeit

In den Wohnungen, die ausgebrannt sind, haben sozial schwächer gestellte Menschen gelebt. Beim Schwarzen Peter, dem Verein für Gassenarbeit in Basel, der die Menschen in den ausgebrannten Wohnungen teils betreut hatte, weiss man nichts von vermissten Personen. «Dennoch wissen wir aber nicht genau, wer alles da war, als es brannte», sagt Michel Steiner vom Verein auf Anfrage. Bis die oberen Stockwerke sorgfältig zurückgebaut sind und alles untersucht werden kann, wird es gemäss Gebäudeversicherung mehrere Wochen dauern.

Den Gastrobetrieben fehlt es an Einnahmen

Seit dem Brand ist in der Rheingasse nichts mehr so, wie es einmal war. Zu spüren bekommen das vor allem auch die Gastrobetriebe. Im Restaurant Schmaler Wurf sei das Feuer Dauerthema, sagt Geschäftsführer Michele Parisi. «Die Leute hatten Angst, ob das Haus zusammenfällt oder nicht. Und die ganze Atmosphäre in der Rheingasse, die familiäre Dorfatmosphäre, die ist weg.»

Weg fallen auch die 30 Plätze, die draussen aufgestellt waren. Dadurch fehle es an Einkommen, aber nicht nur das. «Man weiss nichts. Informationsmässig, sei es von den Behörden oder den Zuständigen dieses Hauses, haben wir überhaupt keine Infos und das ist eine grosse Sauerei», sagt Michele Parisi weiter.

Ähnlich klingt es auch beim Hotel nebenan, das jetzt wie der Schmale Wurf Schwierigkeiten mit der Anlieferung hat. «Es ist eine unwohle Stimmung, wir wissen nicht Bescheid von Seiten der Behörden. Wir wurden nicht informiert, ob das Haus zusammenkracht oder nicht. Es ist ein unheimliches Gefühl», so Christian Hüttenmoser vom East West Hotel.

Und: Man sehe auch keine Einsätze, die von oben ins Haus gehen würden. «Ich rechne mit Einschränkungen von sechs bis sieben Monaten. Der Weihnachtsmarkt steht ja noch vor der Türe. Und da wissen wir auch noch nicht Bescheid, ob der stattfinden kann oder nicht.»

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