Die Telebasel Community diskutiert über die Littering-Aktion der Stadtreinigung. (Bild: Stadtgärtnerei/Telebasel)

Basel

Von «Schweinerei» bis «was würde Greta dazu sagen?»

Als Zeichen lässt die Stadtreinigung den Müll von sieben Tagen an den Littering-Hotspots liegen. Die Telebasel Community diskutiert heftig über diese Aktion.

Am Theaterplatz, dem Rheinboard und an der Feldbergstrasse türmen sich Bierdosen, Glasflaschen, Zigarettenstummel, Essensreste und viele weitere Abfälle. Auch die Skulptur am Theaterplatz wurde für eine Woche nicht gereinigt. Das ganze ist eine Aktion gegen Littering.

Die Basler Stadtreinigung hat den Abfall von einer Woche aufbewahrt und dort wieder ausgeschüttet, wo sie ihn eingesammelt hat. Dabei handelt es sich lediglich um den Müll, der auf dem Boden liegen blieb.

Der Telebasel News Beitrag vom 30. August 2019. 

«Genau die richtige Aktion»

Die Telebasel-Community diskutiert auf Facebook heftig über die Aktion der Stadtreinigung. «Sehr gut» finden die einen, «bringt nichts» sagen die anderen. Einige sind sogar der Meinung, dass man noch krasser vorgehen müsste. «Am besten übers Wochenende liegen lassen», schreibt ein User.

«Dem Müll wieder vor die Haustüre karren»

Viele sind aber der Meinung, dass gegen solche Abfall-Grüsel härter durchgegriffen werden sollte. «Ihr müsst Bussen verteilen, aber hohe!», heisst es. Oder «Aber gewisse Leute sind, ob alt oder jung, einfach nur lernfaul oder denken, für das haben wir ja die Putzfrauen/Putzmänner oder die Stadtreinigung oder Gemeindereinigung! Oder vereinzelte sind tatsächlich Drecksäue! Denen sollte man den Müll wieder vor die Haustüre karren!»

Für einige User ist die öffentliche Demonstration des ganzen Mülls einfach nur ein Schock. «Ich finde es schlimm. Man lässt doch Zuhause auch nicht überall den Abfall liegen, wieso macht man es dann in der schönen Natur? Es ist katastrophal», schreibt eine Userin.

Vom Abfall in Basel zur Klimabewegung

Diskutiert wird in der Kommentarspalte nicht nur über die Aktion selbst. Einige ziehen auch Parallelen zur Klimabewegung oder gar zu der schwedischen Umweltaktivistin Greta Thunberg. «Die haben keine Zeit ihren Abfall aufzuheben, die Klimademo wartet», schreibt ein User. Oder. «Was würde Greta dazu sagen?».

Für einige wird hier aber zu einfach nach den Schuldigen gesucht. «Ich finde es auch eine Sauerei. Aber eine Sauerei ist es auch, einfach den ‘Klimakindern’, wie sie in gewissen Kommentaren genannt werden, die Schuld zu geben», schreibt eine Userin.

1 Kommentar

  1. Wer finanziert diesen zusätzlichen
    Aufwand der Stadtreinigung.
    Müll einsammeln, Müll auf Deponie lagern. Müll wieder aufladen. Müll an
    die diversen Orte, zur Schaustellung,
    deponieren. Müll wieder in die KVA
    retournieren.
    Kosten: Sponsoring durch den Steuer-
    zahler, könnte aber vom Budget des
    Stadtmarketings bezahlt werden, dann
    wird einmal etwas vernünftiges getan.
    Idee vermutlich auf einem Städtereisli
    nach Amsterdam aufgerissen!Report

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