Urs Fischer entschied das Trainer-Duell gegen Lucien Favre für sich. (Bild: Keystone)

International

Urs Fischer düpiert Lucien Favre

Union Berlin ist in der Bundesliga angekommen. Der Aufsteiger schlägt in der 3. Runde Leader Borussia Dortmund und feiert einen 3:1 Sieg.

Das Schweizer Trainer-Duell im Stadion An der Alten Försterei endete mit einer faustdicken Überraschung. Urs Fischer düpierte Lucien Favre und revanchierte sich damit für die Niederlage Ende des letzten Jahres, als sich Union im Cup in Dortmund erst in der Verlängerung dem BVB beugen musste. “Es ist immer schwierig, gegen die Mannschaften von Urs zu spielen”, hatte Favre vor der Partie gesagt. Der Romand sollte Recht bekommen.

Vor zwei Wochen hatten die Berliner bei ihrer Bundesliga-Premiere beim 0:4 gegen Leipzig eine heftige Abfuhr erlitten. Fischer und seine Mannschaft zogen daraus schnell ihre Lehren. Beim 1:1 in Augsburg holten sie den ersten Punkt, nun setzte der Bundesliga-Neuling aus Berlin Köpenick das erste Ausrufezeichen.

Sieg war verdient

Der Sieg gegen den Titelanwärter Dortmund war verdient, Union war nach der Pause das bessere Team und nützte seine Chancen eiskalt aus, wobei Marius Bülter mit zwei Treffern herausragte. Der BVB tat sich in der Offensive schwer. Zwar konnte Paco Alcacer in der ersten Halbzeit den 0:1-Rückstand postwendend ausgleichen, ansonsten brachten Marco Reus, Julian Brandt und Jadon Sancho aber kaum etwas zu Stande.

Noch mehr ärgern dürfte Favre die Leistung der Dortmunder in der Defensive. Das 0:1 fiel nach einem Corner, beim 1:2 machte Manuel Akanji eine ganz schlechte Figur, beim dritten Treffer kam Mats Hummels einen Schritt zu spät. Ausrutscher gegen Teams aus der unteren Tabellenhälfte hatten den Dortmundern in der letzten Saison den Titel gekostet.

Kantersieg für Bayern München

Neben dem BVB kassierten auch Bayer Leverkusen, Wolfsburg und Freiburg die ersten Punktverluste der Saison, womit nach drei Runden Leipzig das einzige Team mit dem Punktemaximum ist. Leverkusen kam gegen Hoffenheim trotz 19:0-Cornern nicht über ein 0:0 hinaus, Aufsteiger Paderborn holte beim 1:1 in Wolfsburg ebenso den ersten Punkt wie der 1. FC Köln, der in Freiburg dank einem Treffer in der Nachspielzeit 2:1 siegte.

In der Arena in München waren die Augen auf Philippe Coutinho und Ivan Perisic gerichtet, die beim Heimspiel gegen Mainz erstmals in der Startaufstellung von Bayern München standen. Der Kroate erwies sich als der effizientere der beiden und steuerte zum 6:1-Kantersieg ein Tor und einen Assist bei. Mainz mit dem Schweizer Internationalen Edimilson Fernandes wartet weiter auf den ersten Punkt der Saison.

Zum ersten Saisonsieg kam Schalke beim 3:0 gegen Hertha Berlin. Zwei Eigentore ebneten dem Team von David Wagner den Weg zum Sieg, der Brite Jonjoe Kenny schoss fünf Minuten vor dem Ende mit einem strammen Schuss den ersten Saisontreffer eines Schalker Spielers.

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