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Der Telebasel News Beitrag vom 30. August 2019.

Basel

Basler, so dreckig hinterlasst Ihr die Stadt!

Die Stadtreinigung lässt den Müll von sieben Tagen an den Littering-Hotspots liegen. Sie will zeigen, wie viel Müll die Basler liegen lassen.

Ein Festmahl für Fliegen und Wespen, ein bestialischer Gestank für die Menschen. Es stinkt nach Abfall und Urin. Die Basler Stadtreinigung hat den Abfall von einer Woche aufbewahrt und dort wieder ausgeschüttet, wo sie ihn eingesammelt hat. Dabei handelt es sich lediglich um den Müll, der auf dem Boden liegen blieb.

Drei riesige Müllberge in der Stadt

Am Theaterplatz, dem Rheinboard und an der Feldbergstrasse türmen sich nun Bierdosen, Glasflaschen, Zigarettenstummel, Essensreste und viele weitere Abfälle. Auch die Skulptur am Theaterplatz hat die Stadtreinigung für eine Woche nicht gereinigt. Es scheint, als hätte die Bevölkerung das Kunstwerk längst als offizielles Urinal akzeptiert, zumindest dem Gestank nach zu urteilen.

«Es erschreckt die Leute und sie glauben kaum, dass es möglich ist aber das ist unser täglich Brot», erzählt ein Mitarbeiter der Stadtreinigung. So können die Leute endlich sehen, was die Mitarbeiter der Stadtreinigung morgens früh alles wegräumen müssen, bevor die meisten durch die saubere Stadt zur Arbeit laufen.

Bevölkerung auf Littering aufmerksam machen

«Nimm’s mit, es ist nicht so weit weg», richtet Dominik Egli, Leiter der Stadtreinigung, seine Worte an alle Abfallsünder. Er kann nicht verstehen, warum man seinen Müll einfach liegen lässt. Rund 7 Mio. Franken würde die Reinigung der Littering-Abfälle im Jahr kosten. Das mache rund ein Drittel der Jahresausgaben der Stadtreinigung für die ganze Reinigung der Stadt aus. «Mit dem Geld könnte man so viel Besseres machen, das sind unnötige Ausgaben», ist die Meinung von Egli.

Er erhofft sich, dass die Bevölkerung mit dieser Aktion auf das Thema sensibilisiert wird und der eine oder andere in Zukunft seinen Müll in den Abfalleimer wirft.

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