In Flüelen wurde am Samstag eine Boa Constrictor entdeckt. (Bild: Twitter/infokantonuri)

Schweiz

Wirt findet Boa Constrictor hinter Tankstelle

Am Samstagnachmittag fand in Flüelen ein Wirt eine Schlange hinter einer Elektro-Tankstelle. Sie wurde von einem Tierarzt als Boa Constrictor identifiziert.

Exotischer Fund im Kanton Uri: Ein Restaurantbesitzer hat am Samstag in Flüelen  eine Schlange entdeckt. Der Kantonstierarzt der Urkantone identifizierte das Tier als Boa. Sie muss entweder ausgesetzt oder entwischt sein.

Die Boa habe sich hinter der Elektro-Tankstelle beim Restaurant Edelweiss befunden, als der Mann sie gegen 15 Uhr sichtete, teilte das Urner Amt für Umweltschutz am Donnerstag mit. Der Mann verständigte die Polizei. Ein Mitarbeiter des Amts für Umweltschutz fing das rund ein bis eineinhalb Meter lange Tier dann ein.

Boa Constrictor statt Ringelnatter

Es handle sich wohl um eine Boa Constrictor, sagte Alexander Imhof, Vorsteher Amt für Umweltschutz auf Anfrage. Diese Art könne bis zu drei Meter lang werden. Der Kantonstierarzt gehe davon aus, dass die Schlange zwischen drei und vier Jahre alt sei.

Der aufgebotene Mitarbeiter kenne sich mit einheimischen Schlangen aus und man sei ursprünglich davon ausgegangen, dass es sich bei der gemeldeten Schlange um eine Ringelnatter handeln könnte. Als er das Tier antraf, habe er aber festgestellt, dass es ein exotisches Exemplar sei.

Ausgesetzt oder entwischt

Die Schlange wurde über das Wochenende privat untergebracht. Sie ist nicht giftig, Boas töten ihre Beute durch Umschlingen. Da die Art in der Schweiz nicht heimisch ist, muss die Schlange entweder mutwillig ausgesetzt worden oder entwischt sein.

Boas sind eine in Südamerika verbreitete Familie der Schlangen. Zu ihr gehören Arten, die bis zu fünf Meter lang werden können. Der Fall konnte in der Zwischenzeit dem Kantonstierarzt der Urkantone in Brunnen übergeben werden.

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