Liv Tyler und Brad Pitt in Venedig. (Bild: Keystone)

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Startrubel beim Filmfest Venedig

Fotografen haben in Venedig einiges zu tun: Allein am Donnerstag schritten Promis wie Scarlett Johansson und Brad Pitt über den roten Teppich.

Der grösste Star des Tages war ohne Frage Brad Pitt. Doch der Besuch aus Hollywood machte sich am Donnerstag erst einmal rar in Venedig. Die ersten Fans warteten zwar schon am Vormittag am roten Teppich, wo der 55-Jährige am Abend das Weltraumabenteuer «Ad Astra» mit Tommy Lee Jones, Liv Tyler und Ruth Negga vorstellen sollte. Bis er sich zum ersten Mal beim Festival blicken liess, verging allerdings einige Zeit.

Erbitterter Rosenkrieg

Bei der Pressekonferenz zu «Marriage Story» war die Beziehung zwischen Männern und Frauen ein zentrales Thema. Schliesslich erzählt Regisseur Noah Baumbach in dem vom Streamingdienst Netflix produzierten Drama von einem Paar (gespielt von Scarlett Johansson und «Star Wars»-Star Adam Driver), das sich scheiden lässt. Die beiden mögen sich noch, doch sobald Anwälte eingeschaltet sind, entwickelt sich die Trennung zu einer schmutzigen, verletzenden und demütigenden Angelegenheit.

Baumbach, der auch das Drehbuch schrieb, offenbart dabei, wie sich zwei Menschen, die sich einst liebten, immer mehr voneinander entfernen. Die Eltern eines kleinen Sohnes werden in «Marriage Story» von Driver und Johansson mit so vielen Nuancen verkörpert, dass man auch im Publikum den Schmerz spürt – eine nicht immer einfache, aber intensive Erfahrung.

Kollektiver Jubel für Brad Pitt

Kurz darauf gehörte die Bühne dann Brad Pitt. Mit Schiebermütze und schlichtem Shirt präsentierte sich der 55-Jährige bei der Pressekonferenz betont lässig. Auch in «Ad Astra» dominierte er die Leinwand: In dem Science-Fiction-Drama von James Gray spielt er den Astronauten Roy McBride, dessen Vater (Tommy Lee Jones) vor 29 Jahren bei einer Mission im Weltraum verschollen ist. Nun gibt es Anzeichen, dass er doch noch lebt, vielleicht sogar eine Bedrohung für die Menschheit ist.

Roy soll durchs All reisen, um ihn zu finden. Doch Roy ist hin- und hergerissen zwischen der Freude, seinen Vater möglicherweise bald wiederzusehen und der Ahnung, dass das Militär diesen am liebsten auslöschen würde. Wenn Roy durch den Weltraum schwebt, sind die Bilder durchaus imposant, dennoch zieht sich die Geschichte in gut zwei Stunden etwas zu sehr in die Länge. Das allerdings dürfte den Fans in Venedig egal sein: Sie brachen jedes Mal in kollektiven Jubel aus, wenn sich Brad Pitt doch noch zeigte.

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