Featured Video Play Icon
Der Telebasel Talk vom 29. August 2019.

Baselland

Im Talk: Am Samstag gilt es ernst für Ronja Jansen!

An der Jahresversammlung wählt die JUSO die Nachfolgerin von Tamara Funiciello. Die Frenkendörferin Ronja Jansen tritt an. Im Talk erklärt sie, warum.

Auch Gegner müssen es eingestehen: Die JUSO ist den anderen Jungparteien an medialer Wirkung Lichtjahre voraus. Ob Präsidentin Tamara Funiciello einen Charthit wie «079» als sexistisch kritisiert, US-Präsident Donald Trump als «orangen Trottel» bezeichnet oder ihren BH verbrennt: Knapp drei Jahre Amtszeit genügten ihr, um als Hass- oder Jubel-Figur eine der bekanntesten Frauen des Landes zu werden. In den nationalen Talk-Formaten ist sie als dossierfeste und psychologisch gewiefte Gegnerin gefürchtet.

JUSO als SP-Kaderschmiede

Zwar laufen die JungsozialistInnen regelmässig mit ihren Volksbegehren (1:12, Spekulationsstopp etc.) auf. Auch ihr «Nein» zum AHV-Steuerdeal wurde an der Urne nicht belohnt. Aber es war beispielsweise die JUSO, die erstmals von einer «Schweiz ohne Armee» sprach.

Seit JUSO-Frau Ursula Wyss 1999 in den Nationalrat gewählt wurde, gilt die Partei als SP-Kaderschmiede. Ihr folgten Cédric Wermuth, Samira Marti, Fabian Mollina. Als JUSO-Präsidentin würde Ronja Jansen zur nationalen Polit-Prominenz zählen. Das gehörte zum Job-Profil.

(Der Telebasel Sonntags-Talk vom 13. Mai 2018)

Der Stachel im Hintern der SP

Bildkräftiger Sponti-Aktionismus, Lautsprecherton, ideologische Grundhaltungen mit klaren Feindbildern: Sogar SP-Interne beklagten in den Medien eine «Jusofizierung», einen Linksrutsch der Mutterpartei, gepaart mit einem wenig zimperlichen Ton gegenüber eher gemässigten und der Mitte zugewandten SP-Leuten.

Tamara Funiciello konnte es sich leisten, den prominenten SP-Ständerat Daniel Jositsch öffentlich als «Faulen» zu kritisieren. Die JUSO sei der Stachel im Hintern der SP, erklärte Funiciello.

Der Sprung ins Haifisch-Becken

So. Und diesem Haifisch-Becken will sich die Baselbieterin Ronja Jansen durchsetzen. Am Samstag, 31. August 2019, tritt die 24-jährige Frenkendörferin gegen die Aargauerin Mia Jenni an. Ihren politischen Ambitionen entsprechend studiert Jansen Wirtschaft und Soziologie. Ihre politische Vorbildung hat Ronja Jansen in der JUSO Baselland, auch als Co-Präsidentin, aber auch in der Geschäftsleitung der JUSO Schweiz genossen.

Damit ist sie die zweite Baselbieterin, die sich um die JUSO-Spitze bewarb. Samira Marti, mittlerweile SP-Nationalrätin, scheiterte in der internen Ausmarchung gegen die Bernerin Tamara Funiciello. Ronka Jansen tritt gegen die ebenfalls 24-jährige Mia Jenni an: Germanistik-und Kunstgeschichte-Studentin, Einwohnerrätin von Obersiggenthal.

Schreiben Sie einen Kommentar

Ihre E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

*