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Der Telebasel Talk vom 5. Oktober 2019. (Wiederholung)

Baselland

Im Talk: Ronja Jansen

An der Jahresversammlung wählte die JUSO die Nachfolgerin von Tamara Funiciello. Die Frenkendörferin Ronja Jansen gewann. (Wiederholung)

Auch Gegner müssen es eingestehen: Die JUSO ist den anderen Jungparteien an medialer Wirkung Lichtjahre voraus. Ob Präsidentin Tamara Funiciello einen Charthit wie «079» als sexistisch kritisiert, US-Präsident Donald Trump als «orangen Trottel» bezeichnet oder ihren BH verbrennt: Knapp drei Jahre Amtszeit genügten ihr, um als Hass- oder Jubel-Figur eine der bekanntesten Frauen des Landes zu werden. In den nationalen Talk-Formaten ist sie als dossierfeste und psychologisch gewiefte Gegnerin gefürchtet.

JUSO als SP-Kaderschmiede

Zwar laufen die JungsozialistInnen regelmässig mit ihren Volksbegehren (1:12, Spekulationsstopp etc.) auf. Auch ihr «Nein» zum AHV-Steuerdeal wurde an der Urne nicht belohnt. Aber es war beispielsweise die JUSO, die erstmals von einer «Schweiz ohne Armee» sprach.

Seit JUSO-Frau Ursula Wyss 1999 in den Nationalrat gewählt wurde, gilt die Partei als SP-Kaderschmiede. Ihr folgten Cédric Wermuth, Samira Marti, Fabian Mollina. Als JUSO-Präsidentin würde Ronja Jansen zur nationalen Polit-Prominenz zählen. Das gehörte zum Job-Profil.

(Der Telebasel Sonntags-Talk vom 13. Mai 2018)

Der Stachel im Hintern der SP

Bildkräftiger Sponti-Aktionismus, Lautsprecherton, ideologische Grundhaltungen mit klaren Feindbildern: Sogar SP-Interne beklagten in den Medien eine «Jusofizierung», einen Linksrutsch der Mutterpartei, gepaart mit einem wenig zimperlichen Ton gegenüber eher gemässigten und der Mitte zugewandten SP-Leuten.

Tamara Funiciello konnte es sich leisten, den prominenten SP-Ständerat Daniel Jositsch öffentlich als «Faulen» zu kritisieren. Die JUSO sei der Stachel im Hintern der SP, erklärte Funiciello.

Der Sprung ins Haifisch-Becken

So. Und diesem Haifisch-Becken will sich die Baselbieterin Ronja Jansen durchsetzen. Am Samstag, 31. August 2019, tritt die 24-jährige Frenkendörferin gegen die Aargauerin Mia Jenni an. Ihren politischen Ambitionen entsprechend studiert Jansen Wirtschaft und Soziologie. Ihre politische Vorbildung hat Ronja Jansen in der JUSO Baselland, auch als Co-Präsidentin, aber auch in der Geschäftsleitung der JUSO Schweiz genossen.

Damit ist sie die zweite Baselbieterin, die sich um die JUSO-Spitze bewarb. Samira Marti, mittlerweile SP-Nationalrätin, scheiterte in der internen Ausmarchung gegen die Bernerin Tamara Funiciello. Ronka Jansen tritt gegen die ebenfalls 24-jährige Mia Jenni an: Germanistik-und Kunstgeschichte-Studentin, Einwohnerrätin von Obersiggenthal.

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