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Der Telebasel News-Beitrag vom 26. August 2019.

Baselland

Exklusiv: Das ist der Fahnenmann von Liestal

Jetzt ist klar, wer für die illegal an einem Felsen montierte Fahne verantwortlich ist. Telebasel traf den Fahnenmann. Seinen Namen möchte er nicht verraten.

Er kümmert sich seit Jahren um die Schweizerfahne an der Weissen Fluh. Der Fahnenmann von Liestal ist ein alteingesessener Bewohner des Kantonshauptorts. Seinen Namen will er aber lieber nicht am Fernsehen sehen. Gegenüber Telebasel gibt er aber gerne Auskunft über seine Tätigkeit als Fahnenmann.

Als er erfahren habe, dass Unbekannte seine Schweizerfahne in der letzten Nacht entfernt haben, habe er sich gleich auf den Weg gemacht. Die fremde Fahne konnte er rasch abmontieren. Sie sei sehr schlecht befestigt gewesen. Weil die Schweizerfahne aber entfernt wurde, musst er erst eine Ersatzfahne organisieren. Mittlerweile hängt wieder das Schweizerkreuz an der Felswand.

Geschichte beginnt 2013

Die Geschichte der Fahne an der Weissen Fluh begann im Jahr 2013. Damals hat jemand zum ersten Mal eine Schweizerfahne an diesem Standort aufgezogen. Allerdings wurde sie nicht unterhalten. Der heutige Fahnenmann habe sich nach rund einem Jahr des verlotterten Stück Stoffs angenommen. In seinem eigenen Wohnzimmer habe er eine massive Fahne aus starken Planen zusammengebastelt.

Das eigentliche Fahnen-Theater ist in Liestal erst diesen Sommer ausgebrochen. Nach einer Medienanfrage bemerkte die Stadt Liestal nach rund sechs Jahren, dass die Fahne an der Weissen Fluh illegal hängt. Danach wurde sie abmontiert. Kurz darauf hing aber schon wieder eine Schweizerfahne an der prominenten Felsformation über Liestal.

In der Stadtverwaltung läuft derzeit ein offizielles Bewilligungsverfahren. Stadtpräsident Daniel Spinnler (FDP) war am Montag auswärts unterwegs. An seiner Stelle äusserte sich Stadtverwalter Benedikt Minzer. Das Bewilligungsverfahren sei noch immer im Gang. Zur Dauer konnte Minzer nichts sagen. Derzeit hole man noch Stellungnahmen von Dritten ein.

Fahnenmann zeigt sich zuversichtlich

Der Fahnenmann seinerseits zeigte sich heute zuversichtlich. Er wisse von vielen vergleichbaren Fahnen, die auch bewilligt wurden. Dass er sich ganz am Anfang nicht um eine Bewilligung bemühte, reue ihn heute nicht. Er sei eben ein «Schweizer Luusbueb». Zudem wüssten schon heute viele Liestaler von seiner Tätigkeit. Und diese hätten enttäuscht auf das Abhängen reagiert: «Ich war erstaunt, wie viele Leute an dieser Fahne Freude haben».

Aus seiner Tätigkeit als Fahnenmann mache er kein Geheimnis. Er habe stehts bei Tageslicht und für alle sichtbar am Felsen gearbeitet. Seinen Freundeskreis habe er über Facebook mit neuen Bildern aus der Steilwand versorgt und auch in seinem Stammlokal im Liestaler «Stedtli» wisse man Bescheid. Der Wirt wolle sich sogar an den Kosten für die neue Fahne beteiligen.

3 Kommentare

  1. Mal ganz Ehrlich: Wir sind doch Eidgenossen und uns stört unsere Fahne in keiner Weise! Wenn wieder Wahlen sind dürfen alle Parteien ihre zum Teil falsch montierten Plakate, an denn Strassenrändern montieren ohne dass dies kontrolliert wird. ( Verkehrssicherheit ).Darum ein Bravo an den Fahnenmann.Report

  2. ich bin ein alter Schulfreund vom Fahnen Mann aus Liestal. Kann Ihm nur gratulieren für seine Tat.
    Und dem Bewilligungswesen muss man eine Schelte mitteilen, denn das ist ein typisches Büro kratisches Tam-Tam.Report

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