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Der Telebasel News-Beitrag vom 24. August 2019

Baselland

«Klimawandel trifft Baselbiet am stärksten»

Kaum eine Region sei stärker vom Klimawandel betroffen als das Baselbiet, sagt der Leiter des Landwirtschaftszentrum Ebenrain. Dort arbeitet man an Lösungen.

Lukas Kilcher macht sich Sorgen um die Baselbieter Landwirtschaft. Der Leiter des Landwirtschaftszentrums Ebenrain in Sissach ist überzeugt, dass sich der Landkanton wegen des Klimawandels in den nächsten Jahren besonders anstrengen muss. «Das Baselbiet ist besonders schwer betroffen. Denn bei uns ist es heisser und trockener als in anderen Regionen in der Schweiz. Und zudem haben wir keine grossen Gewässer, mit denen wir bewässern könnten», so Kilcher.

Um zwei Grad seien die Temperaturen seit Messbeginn 1864 in der Schweiz angestiegen. Die Folgen davon haben sich in den letzten Jahren immer wieder gezeigt. Extreme Wetterverhältnisse und heisse, trockene Sommer haben tausende Pflanzen zerstört. Die Landwirtschaft müsse reagieren und Verantwortung übernehmen.

Landwirtschaft muss umdenken

«Die Landwirtschaft ist ja mit 13 Prozent verantwortlich für den weltweiten Treibhausgas-Ausstoss», erklärt Lukas Kilcher. Der Bundesrat hat sich zum Ziel gesetzt, bis 2030 22 Prozent des Treibhausgas-Austosses in der Landwirtschaft zu reduzieren. Das braucht ein Umdenken, sagt Kilcher: «Dazu kann man einiges machen in der Bewirtschaftungstechnik. Zum Beispiel den Boden schonend bearbeiten, damit weniger CO2 freigesetzt wird».

Die Landwirtschaft muss einerseits versuchen, den Klimawandel einzudämmen. Andererseits aber auch alles unternehmen, um unter den schwierigeren Bedingungen überleben zu können. Das Landwirtschaftszentrum Ebenrain zeigt eine Massnahme anhand von Zwischenkulturen in den Feldern. «Der positive Aspekt von Zwischenkulturen ist, dass man einerseits Biomasse in den Boden bringt, die die Speicherfähigkeit in Sachen Wasser und Nährstoffen erhöht und andererseits sind die Böden bedeckt.» Damit seien diese resistenter gegen Starkregen.

Alles wird teurer

Aber mit Ausfällen durch extreme Wetterbedingungen rechnet man auch in Zukunft. Darum vergibt der Ebenrain seit zwei Jahren Betriebshilfe-Darlehen für betroffene Bauern. Und neu werden Versicherungslösungen ausgebaut, damit Bauern gegen Ernteausfälle besser abgesichert sind. Landwirtschaft und Konsumenten müssen sich in Zukunft aber auf höhere Preise einstellen. «Es wird viel teurer in der Landwirtschaft. Die ganze Produktion wird teurer. Sprich, alle müssen das bezahlen», so Lukas Kilcher.

Die Schweiz nimmt in Sachen Klimaschutz in der Landwirtschaft eine Vorreiterrolle ein. Darum hält das Landwirtschaftszentrum Ebenrain im Oktober Vorträge vor EU-Vertretern. Damit dann auch Europa dem Baselbieter Vorbild folgt.

3 Kommentare

  1. Guten Tag
    Unsere Luft besteht aus 78%stickstoff
    21% Sauerstoff,
    1% Edelgase und 0.038% CO2.
    Davon wird von der Natur selber 96% produziert.
    Etwa 4% vom Menschen.
    Umgerechnet sind das 0.00152% Stickstoff.
    Nun erklären sie mir warum wird 1. FALSCHE INFORMATIONEN VERBREITET und 2. Wie widerlegen sie mir diese Tatsachne von Forschern bewiesene Tatsachen?Report

  2. Sagt das mal den Leuten in den Bergregionen, die durch den beängstigenden Rückgang des Permafrostest im Sommer von Murgängen und im Winter von Lawinen bedroht sind.
    Gab’s oder gibt’s im Baselbiet Tote? Nein. Also hört auf mit diesen masslosen Übertreibungen, dass ausgerechnet der Landkanton …”am stärkstenbetroffen…” sein soll. Das ist völliger Quatsch und ttotal lächerlich. Und respektlos gegenüber z.B. den Toten von Bondo.Report

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