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Wahlkampf-Talk vom 25.08.2019 mit Elisabeth Augstburger, Maya Graf, Daniela Schneeberger, Eric Nussbaumer.

Baselland

Ständerat BL: Augstburger oder Graf oder Schneeberger oder Nussbaumer?

Wer soll für das Baselbiet in den Ständerat? Am Sonntag streiten sich die vier Kandidierenden im ersten Wahlkampf-Talk auf Telebasel um den Stöckli-Sitz.

Am kommenden Sonntag starten wir die Wahlkampf-Talks mit Elisabeth Augstburger (EVP), Maya Graf (Grüne), Daniela Schneeberger (FDP), Eric Nussbaumer (SP). Finden Sie weiter unten Kurzporträts und eine Einschätzung der Wahlchancen.

Den Wahlkampf-Talk um den Baselbieter Sitz im Ständerat sehen Sie ab 19:10 Uhr am Sonntag, 25. August 2019. 

Hier die Übersicht über alle acht Talk-Runden mit allen Köpfen und Daten.

Ständeratswahlen 2019 Baselland (1 Sitz)

Seit 2007 war der Baselbieter Ständerats-Sitz fest in SP-Hand: Claude Janiak hatte ihn damals der FDP entrissen. Die FDP will ihn nun mit Nationalrätin Daniela Schneeberger zurückerobern. Nationalrat Eric Nussbaumer will den Sitz für die SP verteidigen, Nationalrätin Maya Graf will ihn für die Grünen erobern. EVP-Politikerin Elisabeth Augstburger kann mit ihrem Ständerats-Wahlkampf ihrem Kampf um einen Sitz im Nationalrat Schub geben.

Unsere Gäste:

Elisabeth Augstburger (EVP)

  • 2003 – 2018: Landrätin Kanton Baselland
  • 2017 – 2018 Landratspräsidentin Baselland
  • 2001 – 2015: Einwohnerrätin in Liestal
  • Versicherungskauffrau
  • Jahrgang 1961

Maya Graf (Grüne)

  • Seit 2001 im Nationalrat
  • Ratspräsidentin 2012/13, Fraktionspräsidentin 2009/10
  • Kommission für Soziale Sicherheit (SGK) und Gesundheit, Geschäftsprüfungskommission und Geschäftsprüfungsdelegation
  • Vorstand Grüne Schweiz
  • Sozialarbeiterin, Bio-Bäuerin
  • Jahrgang 1962

Daniela Schneeberger (FDP)

  • Seit 2011 im Nationalrat
  • Kommission für Wirtschaft und Abgaben, Ersatzmitglied der staatspolitischen Kommission
  • Vorstand FDP Schweiz, Fraktionsvorstand FDP
  • Vizepräsidentin Schweizerischer Gewerbeverband
  • Präsidentin Schweizerischer Treuhandverband
  • Treuhänderin
  • Jahrgang 1967

Eric Nussbaumer (SP)

  • Seit 2007 im Nationalrat
  • Kommission für Umwelt, Raumplanung und Energie, Aussenpolitische Kommission, Parlamentsdelegation bei der EFTA und beim Europäischen Parlament
  • Präsident Arbeitsgruppe Europa der SP-Fraktion der Bundesversammlung
  • Vorstandes der SGA – Schweizerische Gesellschaft für Aussenpolitik
  • Präsident der Nebs Sektion beider Basel
  • Verwaltungsratspräsident der ADEV Energiegenossenschaft, Liestal
  • Senior Advisor Kommunikation bei Swisspower AG, Zürich
  • Verwaltungsratspräsident der ABS Alternative Bank Schweiz AG, Olten
  • Jahrgang 1960

Ausgangslage: Zweiter Wahlgang wahrscheinlich

Mit Maya Graf (Grüne, seit 2001 NR), Daniela Schneeberger (FDP, seit 2011 NR) und Eric Nussbaumer (SP, seit 2007 NR) treten gleich drei national profilierte Persönlichkeiten gegeneinander an. Als Favoritin wird zwar Maya Graf gehandelt (NR-Ratspräsidentin 2012/13). Aber mit Eric Nussbaumer, der den SP-Sitz halten will, erhält sie starke Konkurrenz im linksgrünen Lager. Mit der «Männerkandidatur» Nussbaumers sind jedoch nicht alle in der SP einverstanden. Die JUSO etwa verweigerte ihm die Unterstützung und verzichtete auf eine Empfehlung. Was Maya Graf Stimmen bringen dürfte.

Dagegen darf Daniela Schneeberger (Vizepräsidentin Schweiz. Gewerbeverband, Vorstand FDP) mit grossflächiger Unterstützung des politischen Spektrums rechts von der CVP rechnen. Und auch aus dem konservativen Flügel der CVP selbst.

Als unwahrscheinlich gilt, dass Elisabeth Augstburger gewählt wird. Aber die Kandidatur der EVP-Politikerin könnte bedeuten, dass Eric Nussbaumer die Unterstützung aus dem christlichen Lager mit Augstburger teilen muss. Ob Augstburger auch Graf oder Schneeberger spürbar wird Wählerstimmen abnehmen können, ist unklar.

Die vertrackte Ausgangslage macht einen zweiten Wahlgang wahrscheinlich. Fatal wäre für linksgrün, wenn Daniela Schneeberger schon im ersten Wahlgang durchmarschierte, und man den Sitz für die linke Seite (SP seit 2007) verliert, weil man sich nicht auf eine Kandidatur einigen konnte.

1 Kommentar

  1. Das Szenario dass die FDP Kandidatur sich im ersten Wahlgang durchsetzt gilt es zu verhindern, denn dies wäre das worst case szenario für den Kanton. Die schlechtest qualifizierte und unauthentischste Kandidatur hat leider den grössten Support durch die rechten Parteien. Nur schade, dass keiner realisiert, wie wenig Sie zu überzeugen mag und wie viel geeigneter die anderen 3 Kandidierenden wären. Und dass keiner realisiert und kritisiert, dass es eine Unverschämtheit ist, wenn die FDP davon ausgeht oder gar effektiv von sogenannten Mitteparteien, gegen welche sie sich im NR Wahlkamp noch um die Stimmen streitet. Während die FDP mit den rechtspopulistischen SVPlern ins Rennen geht, um so gegen die Mitte mit den 3 Mitteparteien und der CVP nicht an Boden zu verlieren. Darum ist für mich die FDP Kandidatin nicht wählbar. Auch falls es zu einem zweiten Wahlgang kommt.Report

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