So soll der Rümelinsplatz nach dem Umbau aussehen. (Bild: zvg)

Basel

Rümelinsplatz wird für 3,6 Millionen umgestaltet

Der Rümelinsplatz soll für 3,6 Millionen Franken umgestaltet werden. Aus dem heutigen Durchgangsort soll ein richtiger Platz in der Fussgängerzone werden.

Die Arbeiten sollen 2022 aufgenommen und in Etappen ausgeführt werden. Dauern sollen sie voraussichtlich zwei Jahre, wie es am Donnerstag an einer Medienkonferenz des baselstädtischen Bau- und Verkehrsdepartements (BVD) und der Vereinigung Pro Innenstadt hiess. Das Projekt umfasst neben dem Rümelinsplatz auch die Münz- und die Schnabelgasse.

Linden bleiben nach Protest

Grundlage für die Erneuerung des Rümelinsplatzes bildet ein Entwurf, mit dem das Wiener Büro Reschke 2016 einen Wettbewerb gewonnen hatte. Dieser Vorschlag wurde indes nach Kritik modifiziert. Wie in einer Petition vom Quartierverein «Lääbe in der Innerstadt» gefordert, bleiben namentlich die beiden Linden vor der Schmiedenzunft bestehen.

Entfernt werden müssen dagegen die beiden ohnehin schon geschwächten Ginkos, wie Projektleiterin Friederike Meinhardt vom BVD sagte. Sie werden durch insgesamt vier Schnurbäume ersetzt. Damit werden dereinst sechst statt vier Bäume den Rümelimsplatz begrünen.

Herzstück der Neugestaltung bildet die Pflästerung des Platzes und der beiden Gassen mit geschliffenen Rheinwacken. Die Trottoirränder verschwinden, wodurch eine zusammenhängende, weitgehend ebene Fläche von rund 3500 Quadratmetern entsteht. Zudem wird die Zugänglichkeit des Brunnens verbessert. Und mit neuen Mauerelementen werden zusätzliche Sitzgelegenheiten geschaffen.

«Schlummerndes Potenzial» wecken

In die Weiterentwicklung des Wettbewerbsprojekts wurde neben den Anrainern auch Pro Innerstadt einbezogen. Deren Geschäftsführer Mathias Böhm ist überzeugt, dass mit der Neugestaltung das «schlummernde Potenzial» des Rümelinsplatzes geweckt werden kann und sich dieser zu einem neuen Anziehungspunkt im Herzen der Stadt entwickelt.

Bis anhin diente der Rümelinsplatz namentlich als Durchgangsort. Betrieb herrschte dort bisher insbesondere bei Grossevents wie der Fasnacht oder «Em Bebby sy Jazz». Solche Veranstaltungen sind auf dem Platz weiterhin möglich. Sie profitieren gar davon, dass eine grössere Fläche bespielt werden kann.

In Angriff genommen werden die Arbeiten auf dem Rümelinplatz und in der Münz- und Schnabelgasse voraussichtlich 2022 im Zuge der ohnehin anstehenden Sanierung der unterirdischen Leitungen und der Strassenbeläge. Der Grosse Rat soll den Kredit von 3,6 Millionen Franken für die Neugestaltung noch im laufenden Jahr bewilligen.

2 Kommentare

  1. Wir Alten und Behinderten brauchen normal hohe Bänkli, mit Rückenlehnen UND Seitenlehnen. Für Krücken und Rollator ist (zumindest eine «Fahrspur») Schwarzbelag viel geeigneter als Holper-Pflästerungen (wie immer noch Barfi). Für diese Personengruppen sind daher die meisten Umgestaltungen Verschlimmbesserungen.Report

Schreiben Sie einen Kommentar

Ihre E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

*