Featured Video Play Icon
Der Telebasel News Beitrag vom 21. August 2019. (Video: Telebasel)

Basel

Der Papiermühle geht das Geld aus

Bereits Anfang des Jahres kämpfte die Basler Papiermühle mit erheblichen Finanzproblemen. Nun liegen die Ergebnisse der Betriebsanalyse des Museums vor.

Die Basler Papiermühle ist das einzige europäische Museum, das den Weg vom Papier zum fertigen Buch aufzeigt. Die Besucher können selbst mitanpacken und Papiermachern, Druckern und Buchbindern über die Schulter schauen.

Trotz steigenden Besucherzahlen und einer stolzen Eigenwirtschaftlichkeit von über 56 Prozent, kommt die Stiftung aber ohne finanzielle Zuschüsse nicht aus. Bereits Anfang des Jahres war klar: das Museum steckt in erheblichen finanziellen Problemen. Im Telebasel Talk vom Februar haben Stiftungspräsidentin Regula Messerli und Museumsleiterin Britta Graf eine Betriebsanalyse angekündigt. Inzwischen liegen die Resultate der Analyse vor – mit erschreckenden Zahlen.

Im Februar waren Papiermühlen-Stiftungspräsidentin Regula Messerli und Museumsleiterin Britta Graf im Telebasel Talk. (Video: Telebasel)

Basis-Investitionen von einer Million Franken

Zwar hätte die Basler Papiermühle sämtliche Einsparungsmöglichkeiten ausgeschöpft und es keine Ertragssteigerung mehr möglich. Doch zum Erhalt ihres Erfolgs und Alleinstellungsmerkmals seien zwingende Massnahmen nötig, wie die Museumsleitung in einer Mitteilung schreibt.

Einerseits müsse in neue Fachkräfte in den Bereichen Setzen, Drucken und technischer Unterhalt zu investieren und andererseits in den Ausbau des Angebots aufgrund wachsender Besucherzahlen. Das belaufe sich auf einen jährlichen Mehrbedarf von rund 230’000 Franken.

Unterstützung notwendig

Des Weiteren sind dringende Basisinvestitionen von rund einer Million Franken zur Sicherung des Betriebs und damit der Attraktivität des Museums nötig, so die Museumsleitung weiter. Für die Einstellung eines Maschinisten um die historischen Maschinen zu warten kämen weitere 165’000 Franken jährlich dazu.

Der Stiftungsrat und die Geschäftsleitung werden das weitere Vorgehen festlegen. Sie beteuern aber, dass die Umsetzung der notwendigen Massnahmen nicht zuletzt davon abhänge, wie die Unterstützung durch die Öffentlichkeit in Zukunft ausfallen werde.

Schreiben Sie einen Kommentar

Ihre E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

*