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Der Telebasel News Beitrag vom 20. August 2019.

Basel

Patricia von Falkenstein startet in Wahlkampf

Die LDP-Kandidatin hat ihren Wahlkampf lanciert. Sie glaubt in Bern bürgerliche Kollegen besser von grünen Themen überzeugen zu können als Eva Herzog.

Sie ist parat. Am Dienstag hat die Basler-Ständeratskandidatin Patricia von Falkenstein offiziell ihre Kampagne gestartet. Unterstützt wird sie dabei von der CVP, FDP, GLP und der BDP. Patricia von Falkenstein von der LDP ist überzeugt, dass sie vor allem beim Klimaschutz Vorteile hat gegenüber ihrer Konkurrentin Eva Herzog von der SP.

«Bei mir wird es so sein, dass ich als bürgerliche oder nicht-linke Kandidatin im Ständerat eher die bürgerlichen Parteien von Klimathemen überzeugen kann», ist von Falkenstein überzeugt. «Eva Herzog muss ja ihre Genossinnen und Genossen nicht überzeugen von Umweltthemen, die sind ja eh dafür.»

Klare Abgrenzung von Herzog

Eva Herzog hat letzte Woche ihren Wahlkampf gestartet. Mit Unterstützung des Straumann-CEO Marco Gadola. Sie gilt als linke Politikerin mit bürgerlichem Einschlag. Patricia von Falkenstein dagegen als bürgerliche Kandidatin mit linkem Einschlag. Sie unterscheidet sich bei Wirtschaftsthemen aber klar von ihrer linke Konkurrentin.

«Bei der Unternehmensbesteuerung zum Beispiel finde ich, dass man die Unternehmen nicht noch höher besteuert, wie es sich die OECD überlegt und auch die SP es will.» Auch beim Eigenheim gehen die Meinungen auseinander. «Beim Eigenmietwert braucht es dringend eine Lösung, damit dieser abgeschafft wird. Auch hier ist die linke Kandidatin ganz anderer Meinung.»

Patricia von Falkenstein fehlt aber die Unterstützung der SVP. Die wählerstärkste bürgerliche Partei in Basel stellt mit Gianna Hablützel-Bürki eine eigene Kandidatin. Das könnt ihr zum Verhängnis werde und nervt sie dementsprechend. «Ich meine nach 52 Jahren kann man die linke Hochburg Ständerat nur zusammen knacken. Gespräche haben wir drum dann irgendwann dann nicht mehr geführt.»

Hoffen auf 2. Wahlgang

Von Falkenstein kann auf einen zweiten Wahlgang hoffen. Dann könnten sich die SVP-Wähler für sie entscheiden. «Wenn es einen zweiten Wahlkampf geben würde, auf was ich sehr hoffe, werden wir auf jeden Fall Gespräche mit der SVP führen», so von Falkenstein. «Und ich gehe davon aus, dass sie dann auch an Bord sind.»

Das wird dann auch nötig sein. Weil ohne die Unterstützung der SVP hat Patricia von Falkenstein am 20. Oktober kaum eine Chance.

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