Christian Kirchmayr, der derzeit beste Schweizer Einzelspieler, verpasste bei der Heim-WM eine Überraschung. (Bild: Keystone)

Basel

Badminton-WM startet ohne Schweizer Sieg

Sowohl Christian Kirchmayr im Einzel wie auch Oliver Schaller und Céline Burkart im Mixed verpassen eine Überraschung.

Besonders die 18:21, 20:22-Niederlage von Kirchmayr gegen den Israeli Misha Zilberman war überhaupt nicht zwingend. Der derzeit bestklassierte Schweizer Einzelspieler lieferte sich mit dem zweifachen Olympia-Teilnehmer, der in der Weltrangliste fast 80 Plätze besser klassiert ist, während 42 Minuten ein Duell auf Augenhöhe. Dabei verspielte Kirchmayr bei seiner WM-Premiere zweimal einen Vorteil. Im ersten Satz lag er 13:10 vorne, im zweiten führte er sogar mit 13:8.

Details entschieden über Sieg oder Niederlage

Logisch überwog beim Schweizer nach dem Ausscheiden in der 1. Runde die Enttäuschung, auch wenn er sich gefreut hat, vor Heim-Publikum zu spielen. «Ich wollte unbedingt gewinnen, auch für alle, die gekommen sind, um mich in der Halle zu unterstützen. Das macht die Enttäuschung umso grösser», so der 25-Jährige, der unweit der St. Jakobshalle in Therwil aufgewachsen ist. Letztlich hätten Details über Sieg und Niederlage entschieden. «Die Fehlerquote im Angriff war bei ihm (Misha Zilberman – Red.) etwas kleiner. Ich machte am Ende zwei, drei Fehler, die nicht sein dürfen auf diesem Niveau.»

Sein Ziel, sich für die Olympischen Spiele im nächsten Sommer in Tokio zu qualifizieren, will Kirchmayr gleichwohl nicht aus den Augen verlieren. Nach der Heim-WM geht es für ihn nächste Woche weiter zu einem Turnier in Weissrussland, dann in die Ukraine, nach Mittelamerika und China.

Letzter Auftritt von Schaller und Burkart

Auch das Mixed-Doppel Oliver Schaller/Céline Burkart leistete gegen die Weltnummer 20 Mark Lamsfuss/Isabel Herttrich aus Deutschland hartnäckigen Widerstand, ehe das 15:21, 17:21 nach 36 Minuten feststand. Lamsfuss/Herttrich gewannen im letzten Jahr an gleicher Stätte das Swiss Open. Für das beste Schweizer Mixed-Doppel der letzten Jahre war der dritte Auftritt bei einer WM zugleich ihr letzter gemeinsamer auf internationaler Bühne. Die beiden geben ihren Status als Nationalspieler auf und werden sich beruflich neu orientieren.

Erst am Dienstag greift mit Sabrina Jaquet das Schweizer Aushängeschild ins Turniergeschehen ein. Die EM-Bronzemedaillengewinnerin von 2017 trifft in ihrem Auftaktmatch auf die Niederländerin Soraya De Visch Eijbergen. Jaquet gewann die letzten drei Direktelle mit De Visch Eijberger, im Head-to-Head führt sie mit 4:2 Siegen.

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