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Der Telebasel News-Beitrag vom 17. August 2019.

Basel

Ranger sorgen in den Langen Erlen für Ordnung

Sie schauen in den Langen Erlen zum Rechten: Die Park-Ranger unter der Leitung von Yannick Bucher. Ihr Alltag ist schön und mühselig zugleich.

Diese Augen wachen über den Landschaftspark Wiese. Das sechs Quadratkilometer grosse Gebiet zwischen Basel, Riehen und Weil am Rhein ist das Reich von Ranger-Chef Yannick Bucher. Seit Februar sind er und seine zwei Kollegen in den Langen Erlen als Ranger unterwegs. Ihr Job: «Wir informieren und vermitteln zwischen den verschieden Akteuren im Landschaftspark», so Bucher.

Der Job habe Vor- und Nachteile: «Es ist schon schön, man kommt mit vielen Leuten in Kontakt. Andererseits ist es nicht immer positiv. Vor allem, wenn man Leute darauf hinweisen muss, dass etwas nicht korrekt gelaufen ist».

Velofahrer rügen

Yannick Bucher ist Geowissenschaftler mit einer Zusatzausbildung als Ranger. Er kennt das Geschäft. Viele Jahre hat er am Greifensee zum Rechten geschaut. Plötzlich geht es schnell. Der Ranger hat einen Velofahrer entdeckt, der verbotenerweise auf dem Fussgängerweg gefahren ist. Er redet mit ihm, bittet ihn zu Vernunft. Eine Busse kann er keine aussprechen, dazu ist nur die Polizei befähigt. Er kann höchstens Anzeige erstatten.

Trotzdem ist der 31-Jährige überzeugt, dass Ranger durchaus gebraucht werden: «Das macht schon Sinn. Wenn  jemand einen Schaden verursacht, dann bringen wir das zur Anzeige». Das war bis jetzt selten der Fall. Zwei Anzeigen resultieren aus den ersten sechs Ranger-Monaten.

Fokus Littering

Jedes einfache Gespräch und jede Verfehlung wird elektronisch festgehalten. Die Kosten für die 100-Prozent Stelle teilen sich Basel, Riehen und Weil am Rhein. Im Landschaftspark Wiese werden 80 Prozent des Weiler und 49 Prozent des Basler Trinkwassers produziert. Darum ist es besonders wichtig, Littering zu verhindern. 

«Das Littering geht von kleinen Zigaretten, die weggeworfen werden, zu Sachen, die nach dem Picknick nicht mehr mitgenommen werden», so Yannick Bucher. «Das kann aber auch bis zu Grünabfällen oder Wohnungsgegenständen, wie Stühle oder Tische gehen, die im Wald herumliegen.» Ziele der Ranger seien darum Prävention und Information.

Noch zweieinhalb Jahre läuft das Ranger-Projekt im Landschaftspark. Dann wird Bilanz gezogen und entschieden, ob Ranger in Basel eine Zukunft haben.

2 Kommentare

  1. #Herr Maurer Hans
    ich höre da einen aggressiven Unterton.
    Ich z.B. habe gar kein Problem damit, keine Frage die leisten einen exzellenten Job. Ob Ranger, Förster oder Aufseher etc., wenn die Polizei schon nicht aufgestockt wird, sollte es (leider heute) viel mehr solche “Förster” geben, dies jedoch nicht nur im “Grünen”!Report

  2. Sind wir hier bei den Angelsachsen, oder im deutsch sprachigen Raum. Ranger gehört hier nicht her, ihr regt viele mit der Bezeichnung auf und vor allem mich. Deutsch ist hier Kultur und nicht englisch. Hört endlich damit auf, lieber Förster nennen. Ansonsten ist gut wenn jemand nach dem rechten schaut.Report

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