Grüne Panther, Liste 70: v.l.n.r.: Madeleine Göschke-Chiquet, Peter Erbacher, Marie-Theres Beeler, Beat von Scarpatetti, Irène Stübi, Lotti Stokar und Arnold Amacher. (Bild: https://gruenepanther-bl.ch)

Baselland

«Unsere Generation hat es versaut»

Zum zweiten Mal steigen die Grünen Panther in den Wahlkampf. Die Baselbieter Senioren wollen die Klimajugend unterstützen.

Sie sind zwischen 64 und 78 Jahre alt. Wenn Schülerinnen und Schüler auf die Strasse gehen, stehen sie nicht abseits. Dies ist etwa beim 67-jährigen Peter Erbacher ein Anliegen. «Ich bin immer an den Klimademos», sagt der Co-Präsident der Grünen Region Gelterkinden. Er ist einer von sieben Kandidierenden der Grünen Panther.

Die Senioren-Liste der Grünen wurde erstmals bei den eidgenössischen Wahlen 2015 ins Leben gerufen. Als Grüne Panther kandidieren neben Peter Erbacher auch Arnold Amacher, Marie-Theres Beeler, Peter Erbacher, Madeleine Göschke, Lotti Stokar, Irene Stübi und Beat von Scarpatetti.

Dass Enkel und Grosseltern am selben Strick ziehen, fällt in Zeiten der Klimademos besonders auf. Peter Erbacher findet es wichtig, die Erfahrungen seiner Generation mit der Ökologie weiterzugeben. Als Beispiel nennt er die Protestbewegung gegen das AKW Kaiseraugst. Das habe viele seiner Generation politisiert. «Wir können unsere Kräfte den Jungen zur Verfügung stellen».

Klima-Debatte

Gleichzeitig übt er aber auch Selbstkritik an seiner Altersgruppe. «Unsere Generation hat es versaut – es wurden Sünden begangen, an denen auch wir beteiligt waren», sagt der Nationalratskandidat. Gerade daher sei es ihm ein Anliegen, «den Jungen eine lebenswerte Welt zu hinterlassen».

Mitten im Wahlkampf ist das Thema Klima in aller Leute Munde. Nicht selten ergiesst sich auch Häme über die Jugend. Die Vorwürfe: Mit ihrem Konsumverhalten predigten Jugendliche Wasser und tränken Wein – so die Kritik in manchen Politiker-Statements oder Leserkommentaren. Peter Erbacher kann diesem Vorwurf an die Adresse der Jungen nichts abgewinnen. Schliesslich könne ein Umschwung nicht innerhalb eines Jahres geschehen. «Verhaltensveränderungen brauchen viel Zeit,»

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