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Der Telebasel News Beitrag vom 15. August 2019

Baselland

Ein Neubau soll das Kantonsspital Baselland retten

Die Baselbieter Ärzte-Gesellschaft will mit einem Neubau in Pratteln das Kantonsspital Baselland retten. Es soll der einzige Spital-Standort werden.

Ein Geheimnis ist es schon lange nicht mehr: Das Kantonsspital Baselland (KSBL) steckt in einer Krise. Es kommen als wie weniger Patienten und die Kaderärzte laufen davon. Der Baselbieter Gesundheitsdirektor Thomas Weber hat auch schon gesagt, wenn es so weitergeht, sei die KSBL bis in weniger als fünf Jahren am Ende. Heute stellte die Baselbieter Ärtzegesellschaft ihren Rettungsplan vor.

Ein zentraler Standort soll es richten

Zwischen der Autobahn und dem Rhein bei Salina Raurica in Pratteln soll das Kantonsspital Baselland einen Neubau realisieren. Die Spitäler Liestal und Bruderholz sollen dafür zu gehen und das KSBL auf nur noch einen Standort setzen. Laufen bekäme eine Permanence. Die Vorzüge dieses Plans an einem neuen Standort haben heute die Baselbieter Ärztegesellschaft und der Verband der Assistenz- und Oberärzte vorgestellt.

«Für die Mitarbeiter, die an diesen drei Strandorten arbeiten ist es eine Zusatzbelastung», sagt Conrad Eric Müllervon der Ärztegesellschaft Baselland. Zudem sei es auch für die Patienten schwierig, weil sie nicht recht wissen, an welchen Ort sie müssen. «Darum braucht es einen Standort.»

Grosse Investitionen in alte Spitäler

Die Ärzte haben heute betont, dass das KSBL in Liestal alleine für mindestens 500 Millionen saniert werden müsste. Das bedeute Lärm und Baustelle bei laufendem Betrieb. So würde die Attraktivität noch mehr leiden. Aber für 600 Millionen könnte man in Pratteln eben ein neues Spital errichten, das auch den modernsten Anforderungen entspräche.

Ein weiterer Vorteil: Die Konzentration der Verschiedenen Arbeitsumfelder auf einen Ort. «Physio, Pflege, Ärzte. Alle arbeiten zusammen und deshalb braucht man nur einen Ort. Wenn man sie auseinander nimmt, bekommt man das Team nicht hin.»

Finanzierung durch Verkäufe

Der Kanton Baselland solle die Areal Liestal und Bruderholz verkaufen und so den Neubau finanzieren. Ausserdem gäbe es auch schon private Investitions-Zusicherungen von rund 200 Millionen Franken. Nicht aber für die Sanierung.

Für den Verwaltungsrat des KSBL ist der Neubau in Pratteln aber nur zweite Lösung. Er möchte lieber alle drei Standort erhalten. Und bei der Volkswirtschafts- und Gesundheitsdirektion müsse man jetzt auch zuerst über d Bücher.

Die Regierung würde nun alle Varianten, die auf dem Tisch liegen begutachten, im zuständigen Departement diskutierun und dann eine politische Gesamtbeurteilung abgeben, erklärt Rolf Wirz, Sprecher der Volkswirtschafts- und Gesundheitsdirektion Basel-Landschaft.

Die Gesundheitspolitik und -Planung wird also noch länger weitergehen. Übrigens dank der Abstimmung im Mai gemeinsam mit Basel-Stadt.

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