Roger Federer erwischte nicht seinen besten Tag und verlor gegen Andrej Rublew klar in zwei Sätzen. (Keystone)

International

Andrei Rublew wirft auch Federer aus dem Turnier

Roger Federer ist am Masters 1000-Turnier in Cincinnati überraschend in den Achtelfinals gegen den Russen Andrei Rublew gescheitert.

Der Vorjahresfinalist und siebenfache Turniersieger verlor gegen den Russen Andrei Rublew mit 3:6, 4:6. Nach gut einer Stunde verwertete Rublew den ersten Matchball zum verdienten Sieg im ersten Duell mit dem 38-jährige Baselbieter, der nicht seinen besten Tag erwischte.

Während der 21-Jährige aus Moskau und Nummer 70 der Welt gross aufspielte, unterliefen dem Schweizer auf der Vor- und der Rückhand ungewohnt viele Fehler, am Netz spielte der Weltranglisten-Dritte auf der sehr schnellen Unterlage für seine Verhältnisse miserabel; auch beim Service harzte es.

Letztmals hatte Federer im Frühjahr 2018 in Miami mit Thanasis Kokkinakis gegen einen im Ranking so tief klassierten Gegner verloren. In Cincinnati war er letztmals vor elf Jahren so früh im Turnier gescheitert, zudem endete für den Schweizer eine Serie sehr erfolgreicher Monate. Nur am Australian Open in Melbourne zum Auftakt der Saison hatte Roger Federer die Runde der letzten 16 nicht überstanden.

Das Unheil hatte sich für Federer früh angekündigt. Dem Baselbieter widerfuhr zu Beginn eine Seltenheit, verlor er doch gleich seine ersten beiden Aufschlagspiele. Das erste Break vermochte er noch zu korrigieren, das zweite nicht mehr. Nach knapp einer halben Stunde verwertete Andrei Rublew mit einem Ass den ersten Satzball. Auch im zweiten Durchgang war der Aussenseiter der bessere Spieler, das entscheidende Break gelang ihm zum 4:3.

Ist Andrei Rubljow auf dem Weg in die Top Ten?

Der Exploit des Russen kam überraschend. Andrei Rublew hatte mit Ausnahme des Challenger-Turniers in Indian Wells und dem Turnier in Hamburg, wo er jeweils den Final erreichte, noch nicht viel Zählbares in diesem Jahr erreicht. In Cincinnati deutete der 21-Jährige aus Moskau allerdings an, warum ihm Ähnliches zugetraut wird, wie seinen Landsleuten Daniil Medwedew und Karen Chatschanow, die mittlerweile in den Top Ten sind.

Rublew schlug in der Qualifikation Bernard Tomic und Michail Kukuschkin, ehe er im Haupttableau Nikolos Basilaschwili und Stan Wawrinka bezwang. Und gegen Roger Federer steigerte sich der Rotschopf noch einmal. Er schlug stark auf und diktierte von der Grundlinie die Mehrzahl der Ballwechsel. Und mit der Führung im Rücken trat der Russe sehr selbstbewusst auf und schlug Winner um Winner.

In den Viertelfinals kommt es nun zu einem russischen Duell zwischen Andrei Rublew und Daniil Medwedew. Der zwei Jahre ältere Medwedew zeigte sich bislang in Nordamerika in beeindruckender Form. In Washington und Montreal erreichte er jeweils den Final, verlor diese aber gegen Nick Kyrgios und Rafael Nadal. In Cincinnati ist die Nummer 8 der Welt noch ohne Satzverlust.

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