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Der Telebasel News-Beitrag vom 14. August 2019.

Basel

Von der Schlachtbank auf den Teller

Nicht nur Filet und Entrecôte kann man essen, sogar die Knochen eines Wildschweins können verwertet werden. Das zeigt ein Chefkoch bei einer Metzgete.

«Wir wollen den Leuten wieder das ganze Tier näher bringen». Das ist das Ziel von Chefkoch Chris Hartmann von der Taverne Johann. An der ersten Basler Genusswoche will er seinen Gästen zeigen, wo das Fleisch herkommt, das er zubereitet. Er nutze zum Kochen nur Wild, das ihm Jäger aus der Region bringen. So wisse er immer, woher sein Fleisch kommt und wer es erlegt hat. Sechs Wildschweine, vier Gemsen und vier Rehe pro Jahr kommen so zu ihm in die Küche. Verwertet wird alles.

Respekt vor dem Essen

Vom 12. bis zum 22. September 2019 soll es über 400 weitere solche Einblicke hinter kulinarische Kulissen geben. Während elf Tagen findet in Basel zum ersten Mal die Genusswoche statt, in der die Stadt Basel und diverse Sponsoren die «Entfremdung zu den Lebensmitteln stoppen und wieder eine Beziehung zu unserem Essen schaffen», wie Projektleiter Daniel Nussbaumer es ausdrückt.

Dabei sollen die Basler Kulinarik auf verschiedenste Weise erfahren: Velotouren zu den Bienenvölkern in der Stadt, selber Schokolade machen – oder eben täglich einen Teil eines Wildschweins essen.

Höhepunkt der Genusswoche soll der 21. September sein, dann findet das Genussfestival statt, an dem 70 Veranstaltungen besucht werden können. 450’000 Franken lassen sich die Stadt Basel und die Sponsoren die Genusswoche kosten.

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