Basel

«Die magischen Nächte sind vorbei»

Der FCB schlägt sich nach dem Exploit gegen den PSV Eindhoven im Duell mit Linz selber. Der absolute Wille war nicht da. Ein Kommentar.

Das Heimspiel gegen den PSV Eindhoven? Es sollte bloss ein Funke bleiben. Denn so gross die Hoffnungen waren, dass ein Feuer entfacht würde: Es sollte komplett das Gegenteil eintreffen. Das Ausscheiden gegen Linz  ist nicht nur frustrierend. Es ist schlicht und einfach schlecht.

FCB ist nur noch Mittelmass

Der FCB ist nicht nur sich selbst einiges schuldig geblieben. Auch den Fans gegenüber. Und besonders seinem Ruf. Als Bezwinger von Manchester United, Bayern München und Chelsea wurden die Basler in Linz glamourös präsentiert. Als Halbfinalist der Europa League. Mehrfacher Achtelfinalist der Champions League. Als grosse Nummer des europäischen Fussballs. Die Realität ist eine andere: Die magischen Nächte sind vorbei – Rotblau ist nur noch Mittelmass. Wird Opfer seiner eigenen Philosophie.

Die Verjüngung und Reduktion des Kaders. Die Fokussierung auf heimische Kräfte. Damit konnte man zu Zeiten von Granit Xhaka, Xherdan Shaqiri und Alex Frei die Grossen Europas schocken. Heute muss Qualität hinzugekauft werden –  egal aus welcher Ecke der Welt. Heute wird der beste Basler Stürmer in Person von Albian Ajeti – gefühlte Minuten vor dem Duell mit Linz – nach England verkauft. Andere Spieler müssen in dieser entscheidenden Phase in die Bresche springen. Das Timing hätte mieser nicht sein können.

Fragwürdige Mentalität

Das entschuldigt aber nicht, was auf dem Feld abging – oder eben nicht: Wer gegen einen Gegner wie LASK nur in einem Spiel die eigene Leistung und Einstellung abrufen kann, der ist schlicht nicht gut genug für die Champions League. Verdient es letztlich auch nicht, in den Playoffs um den Einzug in die Königsklasse mitzuspielen. Wird sich sogar in der Europa League warm anziehen müssen.

Denn mit dieser wackligen und fragwürdigen Mentalität und Qualität wird der FCB kaum europäisch überwintern. Geschweige denn, lange mit YB um den nationalen Meistertitel mitspielen können.

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