Roger Federer wird in Rapperswil nicht nur mit offenen Armen, sondern auch mit Forderungen empfangen. (Bild: Keystone)

Schweiz

Seeufer-Schützer legen sich mit Federer an

Superstar Roger Federer wird in Rapperswil-Jona ein Anwesen direkt am See bauen. Nun geht ein Verein dagegen auf die Barrikaden.

Mit Tennis-Ass Roger Federer bekommt Rapperswil-Jona den wohl begehrtesten Promi der Schweiz als Zuzüger. Seit bekannt ist, dass Federer dort ein Grundstück vo 16’000 Quadratmeter Grösse direkt am See gekauft hat, ist die Vorfreude in der St. Galler Gemeinde auf die Ankunft des Superstars gross (Telebasel berichtete).

«Grundstück darf er nutzen, Uferland nicht»

Federer wird am Zürichsee aber nicht nur mit offenen Armen empfangen. Seeufer-Schützer fordern vom Tenniskönig, dass dieser den Zugang zum Seeufer bei seinem Grundstück für die Öffentlichkeit offen hält. Das berichtet der «Blick» am Dienstag.

Der Verein Rives Publiques, der sich für frei zugängliche Ufer in der Schweiz einsetzt, schreibt in einem Brief an die Rapperswiler und St. Galler Kantons-Behörden: «Wir sind überzeugt, dass Sie verpflichtet sind, von Herrn Federer einen durchgehenden Uferweg direkt am Wasser vor seinem Grundstück zu fordern. Das Grundstück darf er kaufen und nutzen, das der Öffentlichkeit gehörende Uferland hingegen nicht.» Wie alle Eigentümer am See, könne auch Federer  nur Ufer-Anstösser und nicht See-Anstösser sein, heisst es weiter.

Federer hat sich noch nicht geäussert

Die Aufforderung der Seeufer-Schützer ist in deren Augen für Federer Pflicht und Chance zugleich. Denn mit seiner Rücksichtnahme auf die Bevölkerung könne sich der Star auch «erneut als Idol profilieren», ist der Verein Rives Publiques überzeugt.

Die Behörden haben bislang noch nicht auf das Schreiben des Vereins reagiert. Auch Federer selbst hat sich noch nicht zur Angelegenheit geäussert. Der Maestro weilt zurzeit am ATP-Turnier in Cincinnati, wo er in der Nacht auf Mittwoch (Schweizer Zeit) sein erstes Match spielt.

1 Kommentar

  1. Das ist nicht irgendein Verein, sondern ein Verein mit nationalem Gewicht. Wenn dieser Verein seine Interessen verteidigt, wird Federer wohl erst im Pensionsalter in Rapperswil bauen können. Wenn überhaupt…Report

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