Featured Video Play Icon
Der Telebasel News Beitrag vom 10. August 2019.

Basel

Frühstart von Tanja Soland in den Wahlkampf

Die Regierungsratswahlen finden zwar erst im Oktober statt, Tanja Solands Wahlplakat hängt aber bereits in ganz Basel. Dies verstösst gegen Konzessionsauflagen.

Tanja Soland von der SP kämpft im Herbst um den Platz als Nachfolgerin von Finanzdirektorin Eva Herzog. Dies wird auf den rund 50 Plakaten deutlich, die in Basel an unterschiedlichsten Orten zu sehen sind. Diese frühe Wahlwerbung ist aber nicht erlaubt, schreibt die «bz Basel». Gemäss dem Konzessionsvertrag darf politische Werbung frühestens 28 Tage vor dem Wahltag aufgehängt werden. Die Werbefirma Kulturbox habe daher gegen die Vorschriften verstossen, als sie die Wahlplakate bereits vor einigen Wochen in der Stadt verteilte.

Gegenüber der «bz» übernimmt der Kulturbox-Geschäftsführer Mike Beuttner die Verantwortung für den Fauxpas. «Es ist das erste Jahr, dass wir mit diesen Konzessionsauflagen arbeiten. Ich kenne die Regeln noch nicht so gut», sagt Geschäftsführer Mike Beuttner. Man sei seit Donnerstag daran, die Soland-Plakate zu entfernen. Hinter dem Lapsus stecke keine böse Absicht, beteuert er auch gegenüber der Basler Zeitung.

Ärger bei den Gegnern

Obwohl Tanja Soland bereits über 10 Jahre im Grossen Rat sitzt, kann bei einer Personenwahl, wie der des Regierungsrates, eine gesteigerte Bekanntheit helfen. Andere Parteien sehen den Schaden daher bereits als angerichtet. «Es ist klar, dass ihr die Präsenz nützt.», findet die FDP-Kandidatin Nadine Gautschi.

Sie wolle ihrer Konkurrentin dabei aber keinen Vorsatz unterstellen. Auch FDP-Präsident Luca Urgese machte gegenüber der Zeitung seinem Ärger Luft. Die demokratischen Regeln haben für alle gleich zu sein, erklärt er. «Aber manche waren schon immer gleicher.»

1 Kommentar

Schreiben Sie einen Kommentar

Ihre E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

*