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Der Telebasel Glam Beitrag vom 9. August 2019.

Basel

«Ich tanze zwischen zwei Kulturen»

Seine soulige Stimme ist schweizweit bekannt: Der Zürcher Sänger Marc Sway heizte am Donnerstag am Im Fluss-Festival in Basel ein. Glam traf ihn zum Interview.

Das Im Fluss-Festival in Basel feiert dieses Jahr seinen 20. Geburtstag. Neben vielen weiteren Schweizer Acts ist bei der Jubiläumsausgabe auch der Schweizer Sänger Marc Sway mit dabei. Der Halb-Brasilianer zog am Donnerstagabend die Zuschauer am proppenvollen Rheinufer mit seiner unverkennbaren Soul-Stimme in den Bann und brachte ein Stück Copacabana in die Stadt am Rheinknie. In petto hatte er unter anderem Lieder seines neuen Albums «Way Back Home».

Glam traf den Sänger vor seinem Auftritt zum Interview und sprach mit ihm über seine Heimat und seine Familie.

Glam: Marc Sway, Sie sind Halb-Brasilianer und Halb-Schweizer. Wo fühlen Sie sich mehr zuhause?

Marc Sway: Tatsächlich tanze ich seit meiner Kindheit zwischen zwei Kulturen. Ich hab eine brasilianische Mutter und einen Schweizer Vater. Es ist so, wie wenn man zwei Kinder hat und gefragt wird, welches Kind man lieber hat. Da würde man nie eine wahrheitsgetreue Antwort bekommen und so kann ich auch nicht sagen, welches Land ich lieber habe.

Wo ist denn ihr Zuhause?

Auf dem letzten Song meines aktuellen Albums habe ich einen Satz, der heisst: «Zuhause ist da, wo dein Herz schlägt». Was ich damit sagen will ist, dass man als Musiker lernt, sich an verschiedenen Orten zuhause zu fühlen, weil man sich sonst einsam fühlen würde.

Was brauchen Sie denn, um sich zuhause zu fühlen?

Ich fühle mich dort zuhause, wo Menschen sind, die ich gern habe. Und unter Musikern gibt es ein ungeschriebenes Gesetz und zwar, dass man sich besucht, egal wo man ist auf der Welt. Man geht zu jemandem nach Hause und hat immer ein Plätzchen zum Schlafen. Man schenkt sich also gegenseitig ein Zuhause.

Sie spielen gerade jetzt im Sommer sehr viele Gigs. Gleichzeitig sind Sie zweifacher Familienvater. Wie bringen Sie das unter einen Hut? 

Ich tue dies wie jeder arbeitende Papi auch. Ich habe den Vorteil, dass ich auch am Nachmittag Gigs spiele. Jetzt zum Beispiel am Heitere Open Air. Die Kinder haben Ferien. Dann ist es wie in einer Zirkusfamilie, die Kinder kommen mit und sind ein Teil davon. Ich kann meine Familie auch mitnehmen zur Arbeit.

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