(Bild: Instagram/West Ham United)

Basel

«Ein Transfer im dümmsten Moment»

Albian Ajeti hat den FCB in Richtung England verlassen. Und das mitten in der heissen Phase der Champions League-Qualifikation. Das Timing könnte besser sein.

Der erfolgreichste Scorer des FC Basel der letzten beiden Saisons zieht es auf die Insel. Albian Ajeti verlässt Rotblau und schliesst sich West Ham United an. Der 22-Jährige kickt künftig in der Premier League – der besten Liga der Welt. Dass Ajeti da nicht Nein sagen konnte, ist verständlich. Dass der FCB die kolportierten 12 Millionen Franken – inklusive Bonuszahlungen – nicht ablehnen konnte ebenso. Doch das Timing für diesen Transfer hätte nicht schlechter sein können.

Ein Transfer zur Unzeit

Einerseits war der Schweizer Nati-Stürmer ab Saisonstart ein absoluter Leistungsträger bei Rotblau. Seine Tore und Assists zum Saisonstart waren Goldwert für den FCB. Andererseits geschieht der Wechsel ausgerechnet in der heissen Phase der Basler Champions League-Qualifikation. Es gab auch keine Chance, den Transfer hinauszuzögern. Der Grund? Das Transferfenster für die englischen Klubs schliesst am Donnerstagabend.

Fakt ist: Mit Albian Ajeti verlässt der treffsicherste Stürmer – nicht nur aktuell – den FCB. Das ist ein herber Schlag für die Basler, auch in Bezug auf die Ambitionen in der Meisterschaft. Ob Rotblau den Abgang des eigenen Nachwuchsspielers kompensieren wird, scheint noch offen. Mit Kemal Ademi, Ricky van Wolfswinkel und Afimico Pululu haben die Basler zwar noch drei nominelle Stürmer im Kader. Jedoch bewegt sich keiner zurzeit auch nur annähernd auf dem Level von Ajeti.

Wer kann die Lücke schliessen?

Ademi ist zwar ein Turm im Sturm. Kann die Bälle festmachen und ist kopfballstark. Der Neuzugang ist aber noch nicht in Basel angekommen. Van Wolfswinkel lässt seine Treffsicherheit seit Monaten vermissen. Zudem sieht Marcel Koller den Niederländer eher auf dem Flügel statt im Zentrum. Und Pululu fehlen noch die Erfahrung und Abgebrühtheit vor dem Tor.

Der FCB wäre gut beraten nochmals bezüglich eines Transfers über die Bücher zu gehen. Bislang macht keiner der anderen Stürmer im Kader den Eindruck, als könnte er kurzfristig die Lücke schliessen, die Ajeti hinterlässt. Auch wenn die Kaderreduktion im Sturm mit dem Abgang des 22-Jährigen ins Konzept der Führung passt.

1 Kommentar

  1. Blessing Eleke als Stossstürmer oder Kasami auf die Seite und Wolfi in den Sturm, das wären doch gute Transfers. Für das Geld von Ajeti würde man sogar beide bekommen und könnte die später für viel Geld weiterverkaufen.Report

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