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SBB-Zugchef bei Abfahrt in Baden AG tödlich verletzt (Video: sda/Silva Schnurrenberger)

Schweiz

«Der Wagen war wenige Tage zuvor in Revision»

Ein Kundenbegleiter der SBB wurde in der Nacht auf Sonntag bei einem Unfall tödlich verletzt. Der Mann wurde in der Türe eines InterRegios eingeklemmt.

Die Leitung von SBB Personenverkehr habe unabhängig von den kommenden Untersuchungsergebnissen entschieden, die Abfertigungsprozesse sofort zu überprüfen, schreiben die SBB in ihrem Medienblog.

Auch würden die Wagentüren des entsprechenden Zugtyps einer vertieften Nachkontrolle unterzogen. Es handelt sich gemäss SBB-Medienstelle um den sogenannten einstöckigen Einheitswagen IV ohne Niederflureinstieg.

Zum tödlichen Arbeitsunfall um 00.10 Uhr kam es, als der Interregio Basel – Zürich aus dem Bahnhof Baden abfuhr, wie aus dem Vorbericht der unabhängigen Schweizerischen Sicherheitsuntersuchungsstelle (Sust) vom Donnerstag hervorgeht.

«Der Vorfall trifft uns sehr»

Gegenüber den Tamedia-Medien sagte Philippe Thürler, der stellvertretende Sust-Leiter für Bahnen und Schiffe am Donnerstag, dass das Einklemmschutzsystem versagt habe. Die Schliesskraft sei nicht deaktiviert worden, als die Türflügel auf den Zugbegleiter getroffen seien.

Dies sei bei der Kontrolle des Zuges am Sonntagmorgen festgestellt worden. Zudem verfüge die betroffene Komposition über kein System, das die Abfahrt verhindere, wenn eine Türe nicht geschlossen sei.

Die Untersuchungen der SUST und der entsprechenden Stellen der SBB dauern an. «Der Vorfall trifft uns sehr und verpflichtet uns weiter, bei der Sicherheit keine Kompromisse einzugehen», schreiben die SBB.

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