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Der Telebasel News-Beitrag vom 7. August 2019.

Basel

«Weil wir mehr Passagiere haben, ist die Wahrscheinlichkeit grösser»

Evakuierungen nach Fehlalarmen halten den EuroAirport auf Trab. Der Flughafen nennt Gründe, weshalb sich solche Zwischenfälle gehäuft haben.

Die Meldungen über Fehlalarme am EuroAirport lassen nicht nach. Am Dienstag legten gleich zwei Gepäckstücke, die an unterschiedlichen Orten vergessen wurden, den Flughafen für rund 50 Minuten lahm.

Der Flughafen will gegenüber Telebasel keine Zahlen nennen, wie oft das dieses Jahr schon passiert ist, und ob sich solche Fälle gehäuft haben. So viel sei aber bekannt: «Weil wir mehr Passagiere haben, ist die Wahrscheinlichkeit grösser. Aber verglichen mit der Vergangenheit ist das im gleichen Rahmen», sagt EuroAirport-Sprecherin Vivienne Gaskell. «Wir haben das eventuell ein paar Mal pro Woche, gerade in der Sommerzeit, wenn viele Passagiere unterwegs sind.»

Besonders verheerend für kleine Flughäfen

Gerade am EuroAirport fielen solche Evakuierungen zudem schnell auf. Ein Grund seien die Sicherheitsauflagen aufgrund der Terroralarmstufe im Nachbarsland. Meldet sich auch nach einem Ausruf kein Eigentümer des unbeaufsichtigten Gepäckstücks, entscheidet die französische Flughafenpolizei. Bevor gar die Sprengstoff-Spezialeinheit anrückt, riegelt die Polizei die Hallen meist grossräumig ab.

Wie Vivienne Gaskell ausführt, seien die Evakuierungen beim EuroAirport auch aus einem anderen Grund ziemlich markant. Beim kompakten EuroAirport seien die Konsequenzen viel einschneidender als bei einem Flughafen mit weit verzweigten Gates. Bei Letzterem sei es etwa möglich, nur einzelne Bereiche abzuriegeln. Anders bei Basel-Mulhouse: Wie am Dienstag könnten etwa zwei Gepäckstücke gleich alle vier Hallen lahm legen.

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