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Thomas Rudin, Direktor des Bethesda Spitals, weist die Vorwürfe von sich. (Video: zVg)

Basel

Schwangere ist nur telefonisch abgewiesen worden

Das Bethesda Spital soll eine hochschwangere Frau vor Ort abgewiesen haben. Am Dienstag dementierte das Spital diese Vorwürfe.

Anfang Juli setzten bei einer hochschwangeren Baslerin die Wehen ein, woraufhin sie sich, wie mit ihrem Arzt besprochen, ins Bethesda Spital begab. Dort habe sie sich schon lange vor der Geburt angemeldet, wie die «Basler Zeitung» schrieb. An der Rezeption jedoch sei die Frau abgewiesen worden. Der Grund: ein Aufnahmestopp. Es gäbe kein freies Bett mehr in der Geburtsklinik.

Das Bethesda Spital hat am Dienstag während einer Medienkonferenz Stellung zu den Vorwürfen bezogen. Das Krankenhaus bestätigte, dass vom 3. auf den 4. Juli 2019 ein Aufnahmestopp verhängt wurde, weil keine räumlichen Kapazitäten mehr vorhanden waren. Insgesamt mussten vier Frauen an andere Spitäler verwiesen werden. Da ein Sicherheitsrisiko für die Gebärenden nicht auszuschliessen war.

Schwangere nicht vor Ort

Allerdings ist, anders als in den Medien berichtet, keine Schwangere persönlich vor Ort abgewiesen worden, erklärt Direktor Thomas Rudin. Dies hätten Auswertungen von Beweismitteln sowie Gespräche mit Mitarbeitenden ergeben.

Wäre dies der Fall gewesen, gäbe es ein klares Dispositiv, teilt das Spital weiter mit. Die Frau und das ungeborene Kind wären zunächst untersucht worden. Bei Transportfähigkeit wäre sie in ein anderes Spital verlegt worden. Andernfalls hätte die Geburt im Bethesda Spital stattgefunden. Nichtsdestotrotz bedauere das Bethesda Spital den Vorfall und entschuldigt sich bei den vier abgewiesenen Familien.

Falsche Vorwürfe

Mittlerweile hat die Geschichte um den schwerwiegenden Vorwurf eine Wende genommen. Die «Baz», die den angeblichen Vorfall Anfang Juli publik machte, habe nach der Pressekonferenz am Dienstag erneut ihre Quellen kontaktiert. «Daraufhin räumten diese ein, dass die Betroffene wohl nicht vor dem Bethesda Spital gewesen, sondern telefonisch über den Aufnahmestopp informiert worden sei», wie es im Artikel heisst.

Der Vorwurf an das Bethesda Spital, eine hochschwangere Frau am Empfang abgewiesen zu haben, ist damit wohl falsch.

2 Kommentare

  1. Gut, dass die Sache klargestellt wurde!
    Der Imageschaden für das Bethesa Spital, welche sich auf u.a auf Geburten spezialisiert hat, wäre immens gewesen.Report

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