Featured Video Play Icon
Der Telebasel News-Beitrag vom 5. August 2019.

Basel

Rollstuhlfahrer ärgern sich über Centralbahnplatz-Sanierung

Trotz Sanierung sind manche Rollstuhlfahrer noch immer unzufrieden mit den Tramhaltestellen vor dem Bahnhof SBB. Stein des Anstosses sind die Perron-Schwellen.

Ein Haltestellen-Test endete mit einem Sturz. «Die Stützräder landeten genau zwischen Perron und Tram – deshalb hat’s mich umgekippt», sagt Markus Schley. Der Rollstuhlfahrer wollte ausprobieren, ob die neuen Perrons den Einstieg in die Waggons erleichtern. Im Zuge der Gleissanierung beim Centralbahnplatz versprach das Baudepartement, dass die neuen Tram-Perrons höher und rollstuhlfreundlicher werden sollten.

Markus Schley ist aber nicht ganz zufrieden mit dem Resultat. Er findet es schade, dass die Kanten nicht etwa fünf Zentimeter höher sein könnten. Ebenso fordert er einen geringeren Abstand zwischen Perron und Tram. Dass bei der Gleissanierung vor dem Bahnhof SBB diese Gelegenheit nicht beim Schopf gepackt wurde, kann er nicht ganz nachvollziehen.

Hürden beim Tram-Einstieg

Daniel Hofer, Sprecher des Bau- und Verkehrsdepartements (BVD), betont hingegen, dass die Auflagen des Behindertengleichstellungsgesetzes sehr wohl erfüllt seien. «Das Bundesrecht gibt klar vor, dass die Kanten fünf Zentimeter hoch sein darf.» Diese Höhe müsse aber variabel sein, da manche Trams schwerer beladen seien als andere.

Der Abstand zum Waggon dürfe 7,5 Zentimeter betragen. «Den Abstand können wir nicht verringern, denn rein technisch muss das Tram ausscheren können», sagt Daniel Hofer. Beim Centralbahnplatz, mit den Kurven kurz vor den Haltestellen, sei der Platz für mehr Abstand aber begrenzt.

Markierungen für Blinde

Nicht nur die Perrons sorgen bei manchen Rollstuhlfahrern für Kritik. «Es wurden Schwellen und Hindernisse gebaut, die vorher gar nicht da waren», bemängelt Liz Isler, Präsidentin des MS International Mobility Network. Gemeint sind damit die neuen Trottoirränder gleich neben den Haltestellen.

Brisant dabei ist, dass diese Rillen aus einem Kompromiss zwischen Geh- und Sehbehinderten hervorgingen. «Die neuen Ränder waren eine Auflage des Dachverbandes für Behindertenorganisationen der Schweiz», erklärt Daniel Hofer. «Die Schwellen sollen Blinden zeigen, wo das Perron beginnt, damit sie es mit dem Langstock erfassen können.»

2 Kommentare

  1. Ein grund mehr diese Stadt zu meiden. Rücksichtsloses Volk und Öffentlichkeitsbeauftragte die vernutlich noch Windeln tragen. Die Regierung von Basel ist genau so unfähig wie jeder der eine BS Autonummer am Fahrzeug hat. Baut einfach eine riesen grosse Mauer um diesen Schandfleckeck der Schweiz!Report

  2. Das Problem haben auch die Leute mit Rollator.Auch Frage mich wer auf die Idee kam wenn man vom Bahnhof kommt und zum 1er geht eine ca 2cm Kante zu machen.Ich muss dort meinen Rollator heben weil ich dort nicht weiter komme.Es ist wie eine Bremse.Mit mehr Druck oder gar kein Druck ,ich komme nicht über diese kannte.Aus dem Tram raus ist ok,rein ist wie die Rollstuhlfahrer schon sagen schwieriger.Eine reine verschlimm Verbesserung.Report

Schreiben Sie einen Kommentar

Ihre E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

*